Pretoria 1988. Nicht weit von Gallows entfernt, einem Hochsicherheitsgefängnis, fährt der 19-jährige Leon Labuschagne im Unwetter eine Landstraße entlang, als er fast mit einem Kleinbus zusammenstößt. Die Insassen, sieben schwarze Karatesportler, drohen Leon wüst. Leon, der schon vorher verletzt und völlig außer sich war, bekommt Panik. Er wird vom Gejagten zum Jäger. Als der Minibus anhält, lädt Leon seine Waffe.Johann Weber ist ein erfahrener, etablierter Anwalt in Durban. Er hat mit seiner Tätigkeit ein kleines Vermögen gemacht, pflegt gute Kontakte zu seinen Juristenkollegen und führt ein saturiertes Leben. Er ist seit Studientagen in einer Liste von Anwälten eingetragen, die für die Menschenrechte kämpfen. Ihm wird das Mandat angetragen, den siebenfachen Mörder Labuschagne zu verteidigen. Ein scheinbar aussichtsloser Fall, denn Labuschagne erwartet die Todesstrafe.Weber reist nach Pretoria. Vor Gericht zweifelt er den Hergang der Tat und alle weiteren Fakten nicht an, doch er setzt Labuschagnes Mord an den sieben Sportlern in den Kontext mit seinem bisherigen Leben: Labuschagne war 17, als er Wärter im Todestrakt wurde. Seine Aufgabe war es - bildlich gesprochen -, die Verurteilten wie Lämmer der Schlachtbank zuzuführen. Labuschagne übernahm später auch die seelische und moralische Betreuung der Inhaftierten. Psychologische Unterstützung bekam der junge Mann nicht ...Weber stellt fest, in welchen Zustand diese Tätigkeit Labuschagne gebracht hat. Sein Schicksal ist ein Spiegel dessen, was die Gesellschaft ihren Mitgliedern antun kann ...