Ein Liebespaar, beide Ende 60, startet von Basel aus eine Reise kreuz und quer durch Südeuropa. Am Steuer des Campers sitzt Niggi, begeisterter Fotograf und Tüftler, neben ihm Annette, seine vom Hals abwärts gelähmte Frau. Seit 20 Jahren ist sie rund um die Uhr auf seine Hilfe und Pflege angewiesen. Wie schafft es das einst junge, wilde Paar, seit so langer Zeit allen Einschränkungen zum Trotz immer wieder von Neuem aufzubrechen? In jungen Jahren haben sie zusammen die Welt erobert, geheiratet und zwei Kinder grossgezogen. Annettes Multiple Sklerose hat sich zwar schon sehr für in ihr Leben eingeschlichen, aber ihr Mann und sie fanden immer einen Weg, mobil zu bleiben. Vor zwanzig Jahren fiel Annette in ein Koma, und erwachte gelähmt. Sie deshalb in einem Heim unterzubringen, wäre Niggi nie in den Sinn gekommen. Er hängte seinen Beruf als Fotograf an den Nagel und kümmert sich seitdem um ihr gemeinsames Leben. Mutig und mit Witz und Charme ringen die beiden dem Leben ab, was es an Schönem für sie bereithält. Die Tochter der beiden, die Filmemacherin Fanny Bräuning, begleitet ihre Eltern auf der Reise und macht sich voller Neugier und Staunen auf die Suche nach Antworten. Die hinreissende Hommage ans Leben wurde mit dem Schweizer Filmpreis 2020 für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.