In einer besseren Welt

  • Ein Mann mit Prinzipien: Mikael Persbrandt als Anton Vergrößern
    Ein Mann mit Prinzipien: Mikael Persbrandt als Anton
    Fotoquelle: SRF/ARD Degeto/Universum
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    Ringen um ihre Beziehung: Mikael Persbrandt als Anton, Trine Dyrholm als Marianne
    Fotoquelle: SRF/ARD Degeto/Universum
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    Vater und Sohn sind nicht einer Meinung: Ulrich Thomsen als Claus, William Jøhnk Nielsen als Christian
    Fotoquelle: SRF/ARD Degeto/Universum
Spielfilm, Drama
In einer besseren Welt

Infos
Zweikanalton deutsch/dänisch
Originaltitel
Haevnen / In a Better World
Produktionsland
Dänemark / Schweden
Produktionsdatum
2010
Kinostart
Do., 17. März 2011
DVD-Start
Do., 01. September 2011
SF1
Di., 18.09.
00:45 - 02:35


In regelmässigen Abständen reist der Arzt Anton nach Afrika, wo er in einem Flüchtlingslager medizinische Nothilfe leistet. Immer wieder landen brutal zugerichtete Frauen bei ihm. Für diese Verbrechen soll ein Warlord namens Big Man verantwortlich sein. Zu Hause in Dänemark ringt er um die Beziehung zu seiner Frau Marianne und versucht, seinem älteren Sohn Elias beizustehen, der ihn der Schule gemobbt wird. Elias' Schultage beginnen mit einem Spiessrutenlauf durch eine Gruppe von Knaben, die ihn hänseln und schlagen, angeführt vom gewaltbereiten Sofus . Marianne und Anton treffen auf eine Schulleitung, welche der Auseinandersetzung lieber aus dem Weg geht. Erst mit der Ankunft des neuen Mitschülers Christian (William Jønk Nielsen) ändert sich etwas in Elias' Alltag. Nach dem Tod seiner Mutter ist Christian mit seinem Vater Claus aus England nach Dänemark zurückgekehrt. Christian setzt sich für Elias ein und greift gleich beim ersten Mal richtig brutal zu. Sofus wird mit einem Messer schwer verletzt. Die Schulleitung ist alarmiert und bittet alle Eltern zum Gespräch. Das Messer bleibt unauffindbar, nur Elias und Christian wissen, wo es versteckt ist. Der Vorfall schweisst die beiden Jungs zusammen, die fortan vieles zusammen unternehmen. Sie werden so auch Zeugen, wie ein Mann auf dem Spielplatz Anton ins Gesicht schlägt, weil dieser dessen Sohn und seinen im Streit trennt. Der überzeugte Pazifist Anton schlägt nicht zurück, für Christian komplett unverständlich. Er will sich zusammen mit Elias an dem Mann rächen. Derweil stellt sich für Anton auch bei seiner Arbeit die Frage, ob man auf Gewalt mit Gegengewalt reagieren soll. Eines Tages kommt der schwer verletzte Big Man ins Flüchtlingslager. Soll Anton ihn behandeln? Mit dem Drama «In einer besseren Welt» sezieren Drehbuchautor Anders Thomas Jensen und Regisseurin Susanne Bier den Glauben an Gerechtigkeit und die Vorstellung, das Richtige tun zu können. Die Frage, ob Unrecht vergeltet werden muss, stellt sich auf verschiedenen Ebenen und verschiedenen Figuren. Was wie eine Versuchsanordnung klingen mag, lässt in Wahrheit überhaupt nichts davon spüren, so gekonnt haben die Filmemacher ihre Thesen und Antithesen zum Thema Gewalt und Gegengewalt in ein berührendes Drama eingebettet. Dass sie darin geradezu eine Meisterin ist, hat Susanne Bier bereits mit dem Kriegsheimkehrer-Drama «Brødre» bewiesen und in «En chance til», ein Drama um einen Polizisten, der einen Säugling entführt, nachdem sein eigenes Kind den plötzlichen Kindstod gestorben ist. Für «In einer besseren Welt» engagierte Bier ein wunderbares Schauspielerensemble. In der Hauptrolle ist Mikael Persbrandt zu sehen, flankiert von den beiden beeindruckenden Jungschauspielern William Jønk Nielsen und Markus Rygaard. In weiteren Rollen spielen Trine Dyrholm («Die Erbschaft», «Love Is All You Need») und Ulrich Thomsen («Festen», «Adams Äpfel»). Der Film gewann 2011 den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "In einer besseren Welt" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "In einer besseren Welt"

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