Jedes Jahr werden in Deutschland etwa zwei Millionen Patienten auf einer Intensivstation behandelt. Die Tendenz ist steigend - dank medizinischen Fortschritts. Er ermöglicht es, Menschen mit schwersten Erkrankungen vor dem Tod zu retten. Doch die Lebensrettung bleibt für die Patienten nicht immer ohne Folgen. Der Dokumentarfilm begleitet den Klinikalltag und wirft einen Blick auf die hoch technisierte Welt der Intensivmedizin. Was passiert, nachdem ein Angehöriger eines Schwerkranken oder eines Unfallopfers den Notarzt gerufen hat? Was erwartet die Kranken hinter den verschlossenen Türen einer Intensivstation? Die Pfleger und Ärzte, die hier arbeiten, sind erfahren und hoch motiviert. Das spürt man bei den Besprechungen im Ärztezimmer, bei den Schichtübergaben der Ärzte und Pfleger sowie in ihrem Umgang mit den Patienten. Der Film zeigt, wie schwierig es aber ist, für die schwer kranken und oft bewusstlosen Patienten die richtigen Entscheidungen über die Art der Behandlung zu treffen. Die emotionalen und seelischen Herausforderungen, mit denen das medizinische Personal konfrontiert ist, und die Tragweite seiner Entscheidungen werden deutlich. Viele dieser Entscheidungen stellen die Ärzte vor konkrete ethische Fragen. Fragen, mit denen sich viele ihrer Patienten - vor der oft unerwarteten Behandlung - nicht beschäftigt hatten. Fragen, auf die es keine einfache Antwort gibt: Wie wollen wir sterben? Und wie wollen wir leben?