Jäger verlorener Schätze

Silbermünzen vom Meeresboden mit den Spuren von 400 Jahren. Vergrößern
Silbermünzen vom Meeresboden mit den Spuren von 400 Jahren.
Fotoquelle: ZDF/Jürgen Frieß
Report, Dokumentation
Jäger verlorener Schätze

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2005
ZDFneo
Do., 08.11.
02:25 - 03:10
Verschollen vor Mosambik


Vor der Küste Mosambiks taucht Nikolaus Graf Sandizell mit seinem Team auf dem Boden des Indischen Ozeans nach dem Wrack der mit Silber beladenen "San José", die hier 1622 versenkt wurde. Der Film erzählt vom portugiesischen Reich im Morgenland und von einer vergangenen Zeit, als sich Portugal über die Weltmeere bis in den Tropendschungel ausbreitete. Findet Sandizell den sagenhaften Silberschatz der "San José"? Allein neun Kisten voller Silbermünzen hat die "San José" mit in die Tiefe genommen - der heutige Wert beliefe sich auf Millionen. Der Expeditionsleiter zurrt noch einmal seinen Bleigürtel fest und überprüft, ob seine Tauchmaske richtig sitzt. Dann lässt er sich vom Rand des Schlauchbootes in die türkisblauen Fluten gleiten. Sandizell und seine Mitarbeiter - alles internationale Spezialisten - sind Taucher, Archäologen und Detektive in einem - kurz: moderne Schatzjäger. Sie operieren mit exklusiven Lizenzen der jeweiligen Landesregierung. Das ist entscheidend, denn ihre Arbeit ist Gegenstand einer heftig geführten Diskussion: Wem gehören die Schätze der Meere? Und darf man sie überhaupt bergen? Sandizells Firma hat sich verpflichtet, Unikate und besonders wertvolle Funde dem Land Mosambik zu überlassen. Die übrigen Reichtümer vom Meeresboden darf Sandizell in großen Auktionshäusern versteigern und mit dem Erlös die nächste Expedition finanzieren. Das Schicksal der "San José" erzählt vom beginnenden Untergang des "Estado da Índia", wie die Portugiesen ihr Imperium im Fernen Osten nannten. Mächtige Gouverneure regierten vom indischen Goa aus die Geschicke des riesigen Seereiches. Doch zu Beginn des 17. Jahrhunderts, rund 100 Jahre nachdem Vasco da Gama 1498 den Seeweg in das Land der Gewürze und Seide gefunden hatte, drängten verstärkt Holländer und Briten in den Indischen Ozean vor, um die Vorherrschaft der iberischen Nation zu brechen. Strategisch besonders bedeutend war das portugiesisch besetzte Hormuz, am Eingang zum Persischen Golf. Als englische Schiffe in die Gewässer um das Eiland eindrangen, schickte Lissabon eilig eine Flotte los, bestehend aus der "Santa Teresa", der "San Carlos" und dem Flaggschiff "San José". Mit an Bord befand sich auch der designierte Gouverneur von Goa - kein Geringerer als der Urenkel des berühmten Vasco: Francisco da Gama. Doch bis Goa ist die San José nie gekommen: Vor der Küste Mosambiks verwickelten die Alliierten die überraschten Portugiesen in eine Seeschlacht, die sich über zwei Tage hinzog. "Santa Teresa" und "San Carlos" konnten entkommen, doch die "San José" sank mitsamt ihrer kostbaren Ladung. Francisco da Gama überlebte, aber er war Zeuge des Anfangs vom Ende des "Estado da Índia" geworden: Hormuz ging verloren, und viele portugiesische Posten entlang der Arabischen See sollten in den kommenden Jahren folgen. Ausgangspunkt für die Suche nach der "San José" ist die paradiesische Ilha de Moçambique. Vor der Insel verlief die stark befahrene Seeroute nach Indien und Ilha de Moçambique entwickelte sich zum bedeutenden Umschlagplatz und wichtigsten Hafen zwischen Lissabon und Goa. Der Film zeigt Nikolaus Graf Sandizell und seine Expeditionscrew bei ihrer akribischen Recherche in ehrwürdigen Lissabonner Archiven und auf den Weiten des Indischen Ozeans - dort, wo schon der legendenumrankte Sindbad gekreuzt sein soll.


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