Jansons dirigiert Corigliano und Rachmaninow

  • Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielt unter der Leitung von Mariss Jansons im hochbarocken Raum der Basilika des Zisterzienserklosters in Waldsassen (Probenbild). Vergrößern
    Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielt unter der Leitung von Mariss Jansons im hochbarocken Raum der Basilika des Zisterzienserklosters in Waldsassen (Probenbild).
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Mariss Jansons. Vergrößern
    Mariss Jansons.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Mariss Jansons. Vergrößern
    Mariss Jansons.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
Musik, Klassische Musik
Jansons dirigiert Corigliano und Rachmaninow

Infos
Produktionsdatum
2016
BR
Mi., 17.07.
00:15 - 01:15


Mariss Jansons ist nicht nur Chefdirigent des Symphonieorchesters, sondern auch des Chores des Bayerischen Rundfunks. Im Januar 2016 leitete er "seine" beiden Klangkörper in Sergej Rachmaninows gewaltigem Werk "Die Glocken". Außerdem stand im Herkulessaal der Münchner Residenz "Fantasia on an Ostinato" des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten John Corigliano auf dem Programm. Vier verschiedene Szenarien behandelt der Schriftsteller Edgar Allan Poe in seinem Gedicht "Die Glocken". Jedes steht symbolisch für einen Abschnitt bzw. eine elementare Gemütslage im Leben eines Menschen. So verhält es sich auch mit den vier Sätzen von Sergej Rachmaninows gleichnamigem symphonischen Poem. Er wurde 1912 in einem anonymen Brief gebeten, Poes Gedicht zu vertonen. Rachmaninow ließ sich von dieser Idee gerne begeistern, da Glocken für ihn, so wie für viele Russen, allgemein eine große Rolle spielten. Dieses Faible ist in seinem Oeuvre an mehreren Werken erkennbar, teils sogar titelgebend. Nirgends aber so opulent und allegorisch wie in "Kolokola", wie das Werk im Original heißt. Rachmaninow übersetzte die starken Emotionen in Musik und ließ sich dabei von der Sprachmelodie Poes inspirieren. Ebenfalls von einem Großen ließ sich John Corigliano zu seiner "Fantasia on an Ostinato" inspirieren, nämlich von Ludwig van Beethoven. Der berühmte Beginn des "Allegretto"-Satzes der 7. Symphonie war die Vorlage für das Werk des 1938 geborenen New Yorkers. Ursprünglich hatte Corigliano das Stück für Soloklavier geschrieben, ehe er die 1986 uraufgeführte Orchesterfassung erstellte.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

News
Ja, auch das gibt es: Merjungfrauen-Treffen am Strand der kalifornischen Küstenstadt Huntington Beach.

Im Weeki Wachee Springs Park sind "echte" Meerjungfrauen eine Touristenattraktion. Eine ARTE-Doku ni…  Mehr

Bonds (Daniel Craig) Aston Martin ist zurück - und er besitzt noch immer außergewöhnliche Fähigkeiten.

In "Skyfall" ist James Bond endgültig angekommen in Moderne – und doch tief verwurzelt in der Tradit…  Mehr

Im Bewerbungsgespräch bei der NSA gibt sich Snowden (Joseph Gordon-Levitt) patriotisch.

Eine wahre Begebenheit als großes Kino: Oliver Stone erzählt in "Snowden" die wahnwitzige Geschichte…  Mehr

Freundschaft mit eingebautem Konflikt: Freigeist (Julia Richter, links) trifft auf die stets korrekte Ella mit Asperger (Annette Frier). Beide Frauen waren - zeitgleich - mit demselben Mann zusammen.

Nach dem Tod ihres Mannes erfährt Ella Schön von dessen Doppelleben. Langsam aber sicher freundet si…  Mehr

Außerhalb schützender Mauern war das Leben im Mittelalter voller Gefahren. Ein Bollwerk wie die Burg Eltz bot dagegen eine feste Heimat.

Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte Mitteleuropa einen wahren Bauboom. Zahlreiche Burgen wurden gebau…  Mehr