Jemen

Report, Auslandsreportage
Jemen

Infos
Produktionsdatum
2018
SF1
Mo., 15.10.
11:15 - 12:15
Der vergessene Krieg


28 Millionen Menschen leben im Jemen. 22 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Acht Millionen sind direkt von einer Hungersnot bedroht. Was das für Einzelne heissen kann, dokumentieren Pascal Weber und Marine Pradel. Ein Jahr lang haben sie sich um Zugang zum Jemen bemüht. Endlich konnten sie die mit erheblichen Risiken verbundene Reise antreten. Sie erhielten Zugang zum Süden des Landes. Unter anderem reisten sie nach Aden, in die provisorische Hauptstadt. Die Lage in der Stadt an der Südspitze der arabischen Halbinsel ist angespannt. Hier zeigt sich die komplizierte Ausgangslage des Krieges besonders deutlich: In Aden bekämpfen sich heute Warlords, südjemenitische Separatisten, Dschihadisten, und selbst die eigentlich Verbündeten im Kampf gegen die Huthi-Rebellen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, ringen in Aden um die Vorherrschaft. In einem Spital in Aden liegt der drei Monate alte Mohammed. Er kam mit einer Fehlbildung zur Welt, die häufig vorkommt und auch häufig operativ korrigiert werden kann. Nicht so im Jemen. Kein einziges Spital ist derzeit in der Lage, diese Operation durchzuführen. Das Baby ringt um sein Leben. Der Krieg hat viele Menschen vertrieben, sie suchen im eigenen Land Schutz. Das Autorenteam reist in ein Lager, wo die Geflüchteten auf sich alleine gestellt sind. Verletzt, erkrankt und traumatisiert suchen sie nach Worten, was die treibenden Kräfte dieses Krieges sind. Viele wissen es nicht. Zu sehen sind die immensen Schäden. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition hat allein in den letzten drei Jahren seit Kriegsbeginn 241 Schulen bombardiert. Dazu hat sich im Südjemen Al-Qaida ausgebreitet. «Der Jemen ist elend, verwüstet, und ein hoffnungsloser Fall», sagt einer der jungen Jemeniten, die Pascal Weber und Marine Pradel auf ihrer Reise durch den Südjemen kennengelernt haben. Doch sie haben auch die zwölfjährige Noor getroffen, die sagt: «Ich will Architektin werden und mein Land wieder aufbauen!»


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