Während Brahms sich die erste Sinfonie über Jahre geradezu abgerungen hat, fiel ihm das Komponieren der Zweiten umso leichter. Seine zweite Sinfonie gilt eigentlich als seine Heiterste. Am schönen Wörthersee, meinte Brahms, flögen die Melodien geradezu in der Luft herum. Trotzdem schrieb er an seinen Verleger: "Die neue Sinfonie ist so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben." Unter der Leitung von Markus Poschner macht das Orchestra della Svizzera italiana die komplexe Variationstextur dieser Sinfonie hörbar.