Judenhass in Europa

  • Der Gedenkstein in der Pariser Vorstadt Sarcelles erinnert an ein jüdisches Anschlagsopfer. Vergrößern
    Der Gedenkstein in der Pariser Vorstadt Sarcelles erinnert an ein jüdisches Anschlagsopfer.
    Fotoquelle: WDR
  • Die "Große Synagoge von Sarcelles": 2014 lief eine pro-israelische Demonstration aus dem Ruder. Auch die Synagoge wurde damals angegriffen. Heute leben noch 12.000 Juden Seite an Seite mit knapp 40.000 Muslimen und Christen. Vergrößern
    Die "Große Synagoge von Sarcelles": 2014 lief eine pro-israelische Demonstration aus dem Ruder. Auch die Synagoge wurde damals angegriffen. Heute leben noch 12.000 Juden Seite an Seite mit knapp 40.000 Muslimen und Christen.
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  • Rabbiner Michel Serfaty (2.v.l.), Präsident einer jüdisch-muslimischen Organisation, setzt sich im Gespräch mit Muslimen für gegenseitiges Verständnis ein. Vergrößern
    Rabbiner Michel Serfaty (2.v.l.), Präsident einer jüdisch-muslimischen Organisation, setzt sich im Gespräch mit Muslimen für gegenseitiges Verständnis ein.
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Report, Dokumentation
Judenhass in Europa

WDR
Mi., 29.08.
22:10 - 22:55


Die Angst geht wieder um in Europa. Regelmäßig fürchten sich jüdische Menschen vor Angriffen auf offener Straße, ihre Kinder berichten von Mobbing in der Schule. Friedhöfe werden geschändet, bei Aufmärschen Hassparolen skandiert. Wir sind den Ursachen für diese neue Welle des Antisemitismus nachgegangen, in Deutschland sowie in den Nachbarländern Polen und Frankreich. In Polen sind wir vor allem einem Judenhass begegnet, der sich hinter einem wiedererwachten Nationalismus versteckt. Uns hat interessiert, warum es trotzdem Antisemitismus gibt, in einer Gesellschaft, in der kaum noch Juden leben. Warum sind manche Vorurteile anscheinend nicht zu beseitigen? Frankreich ist das einzige europäische Land, in dem es in den vergangenen Jahren jüdische Opfer von Gewalttaten gab. Hier ist die Welle der Auswanderungen von Juden nach Israel besonders groß. Das Problem des Antisemitismus wird vor allem auf muslimischer Seite verortet. Darüber haben wir mit Betroffenen gesprochen: mit Historikern und Philosophen, wie Georges Bensoussan und Elisabeth Badinter, aber auch mit dem Rabbiner Michel Serfaty, der seit vielen Jahren versucht, zwischen den Religionen zu vermitteln. Schließlich sind wir mit den Erfahrungen unserer Reise nach Deutschland zurückgekehrt, wo man gleichsam eine Schnittmenge der Phänomene findet. Wir haben uns hier mit Lösungen beschäftigt - mit Menschen, die Antisemitismus nicht für ein unveränderbares Problem halten, sondern für eine gesellschaftliche Herausforderung, der man sich stellen muss. Unser Film ist vor allem die Bestandsaufnahme eines Problems: ein Film über Menschen zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Aufgeben und Widerstand.


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