Berlin, 1929: Der Schriftsteller Erich Kästner genießt den Erfolg seines ersten Kinderbuches. Eines Tages steht ein siebenjähriger Fanpostschreiber vor seiner Tür. Mit Hans' Verehrung kann der kinderlose Lebemann Kästner zunächst wenig anfangen. Schon bald erkennt er jedoch, dass ihm die blühende Fantasie des klugen Jungen bei neuen Geschichten nützlich sein kann. Seinem berühmten Autor auf diesem Wegen nahe zu sein, wird zum größten Glück von Hans, der mit seiner Mutter und Schwester ohne Vater aufwächst. Als "Emil und die Detektive" von der Ufa verfilmt wird, geht für ihn ein Traum in Erfüllung: Er darf den "kleinen Dienstag" spielen - und hat fortan seinen Spitznamen weg. Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten muss Kästner um sein Leben fürchten. Um den Jungen nicht zu gefährden, beendet er den Kontakt mit einer Lüge. Während der "kleine Dienstag" denkt, sein Idol sei wie viele andere ins Exil gegangen, ist dieser in Berlin geblieben. Kästner, der wie sein Freund Erich Ohser unter Pseudonym arbeitet, hält sich aus allem Politischen raus. Hans dagegen tritt der Hitlerjugend bei, um nicht aufzufallen. Als die beiden sich nach Jahren wieder begegnen, wird ihre Freundschaft auf eine schwere Probe gestellt.