Bei Käthe Kollwitz (1867 bis 1945) ist kein Werk ohne Botschaft. Schicksalsschläge wie der Verlust ihres Sohnes Peter im Ersten Weltkrieg erschütterten ihr Leben. Themen wie Trauer, Verlust, Armut, Hunger oder Krieg beschäftigen sie nun noch stärker. Ihr «Mahnmal der trauernden Eltern» auf dem Soldatenfriedhof im belgischen Vladslo gilt als die bedeutendste Grabplastik des 20. Jahrhunderts. Doch wer war die Frau hinter den Kunstwerken, die bis heute so ergreifen? In zahlreichen Selbstporträts blickt sie uns an. Findet sich in der ständigen Selbstbefragung der Künstlerin eine Antwort auf die Frage, wer sie war? Der Film von Sonya und Yury Winterberg und Henrike Sander begibt sich auf Spurensuche nach einer der charismatischsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, geht auf Tuchfühlung mit einem Leben, das geprägt war von unbändiger, nie nachlassender Leidenschaft. Eine Wiederholung vom 31. Dezember 2017.