Kalt, riskant und gut fürs Karma

  • Die Pilger Vijaay, Abhishek, Premal und Mukesh vor der Amarnath Höhle. Vergrößern
    Die Pilger Vijaay, Abhishek, Premal und Mukesh vor der Amarnath Höhle.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Pilger unterwegs. Vergrößern
    Pilger unterwegs.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die Amarnath Höhle. Vergrößern
    Die Amarnath Höhle.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • 12.000 Bewaffnete sichern den Pilgerzug. Vergrößern
    12.000 Bewaffnete sichern den Pilgerzug.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
Report, Dokumentation
Kalt, riskant und gut fürs Karma

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2006
BR
Do., 29.11.
11:10 - 11:55
Mit Hindu-Pilgern durch die Berge Kaschmirs


Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die "Amarnath Yatra", der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernsehteam den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Einmal haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Zudem führt der Weg durch ein gefährliches Krisengebiet. Um Kaschmir haben Indien und Pakistan zwei Kriege geführt. Deshalb schützt Indien die Yatra mit einem massiven Aufgebot an Armee, Grenz- und Sondertruppen. 12.000 Soldaten säumen den Weg. Im Film werden vier Pilger begleitet. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir.
Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die "Amarnath Yatra", der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernseh-Team den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei ist, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Deshalb ist die Höhle den Hindus heilig. Steil schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und welche immense Logistik nötig ist, die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu versorgen.


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