Kampfbereit: Russlands Hooligans

Report, Auslandsreportage
Kampfbereit: Russlands Hooligans

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
ZDF
Do., 28.06.
04:05 - 04:50
Fußball, Randale und Politik


Russische Hooligans gelten als die berüchtigtsten Fußballfans Europas. Sie sind gewalttätig, rechtsnational, rassistisch und haben beste Verbindungen in die politischen Machtzentralen. Vor den Stadien Russlands liefern sie sich regelmäßig heftige Kämpfe. Vor allem, wenn die Moskauer Hauptstadt-Clubs Spartak und ZSKA gegeneinander antreten, herrscht für die Sicherheitskräfte höchste Alarmbereitschaft. Wer sind diese Hooligans, wie sind sie organisiert, welche Gefahr geht von ihnen bei internationalen Spielen oder Großereignissen wie der WM 2018 aus? Und welche Rollen spielen Polizei und Politik? Die Dokumentation zeichnet ein authentisches Bild der russischen Hooligan-Szene anhand der Anhänger in der russischen Premier Liga, dokumentiert, wie die Sicherheitskräfte den gewalttätigen Fans begegnen, und spricht mit den Drahtziehern innerhalb der Szene, mit Experten und Politikern. Schon lange besteht die russische Hooligan-Szene nicht mehr nur aus betrunkenen Gewalttätern, sondern ist eine bunte Mischung aus fast allen Gesellschaftsschichten: Rechtsextremen, Studenten, Angestellten, Beamten. Häufig sind die Akteure trainierte Kampfsportler, nicht selten mit militärischem Hintergrund. Für die Dokumentation gibt Vadim Sidorow, altgedienter und in Hooligan-Kreisen legendärer Spartak-Moskau-Fan, einen exklusiven Einblick in die Szene. Die Kamera begleitet ihn zu einem Hooligan-Konzert, zum Boxtraining und zum Spartak-Auswärtsspiel nach Samara. Ein ultrarechter Spartak-Hooligan mit Tarnnamen "Sascha" nimmt das Team mit zu einer verabredeten Prügelei in einem Wald vor Moskau - die von der Polizei zerschlagen wird, noch bevor sie begonnen hat. Alexander Sprigin, ehemaliger Chef des russischen Fanverbandes, äußert sich zu den Krawallen von Marseille. Er hatte die Fan-Reise zur EM 2016 damals organisiert und ist seitdem offiziell abgesetzt. Nichtsdestotrotz pflegt er noch immer beste Kontakte zu Hooligans und Fußball-Funktionären wie Igor Lebedew. Experten wie der deutsche Fanforscher Prof. Gunter A. Pilz und der Politologe Dmitri Oreschkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften analysieren die Verbindungen zur Politik und ordnen die aktuelle Situation, vor allem auch im Hinblick auf die WM 2018, ein.
Russische Hooligans gelten als die berüchtigtsten Fußballfans Europas. Sie sind gewalttätig, rechtsnational, rassistisch und haben beste Verbindungen in die politischen Machtzentralen. Vor den Stadien Russlands liefern sie sich regelmäßig heftige Kämpfe. Vor allem, wenn die Moskauer Hauptstadt-Clubs Spartak und ZSKA gegeneinander antreten, herrscht für die Sicherheitskräfte höchste Alarmbereitschaft. Wer sind diese Hooligans, wie sind sie organisiert, welche Gefahr geht von ihnen bei internationalen Spielen oder Großereignissen wie der WM 2018 aus? Und welche Rollen spielen Polizei und Politik? Die Dokumentation zeichnet ein authentisches Bild der russischen Hooligan-Szene anhand der Anhänger in der russischen Premier Liga, dokumentiert, wie die Sicherheitskräfte den gewalttätigen Fans begegnen, und spricht mit den Drahtziehern innerhalb der Szene, mit Experten und Politikern. Schon lange besteht die russische Hooligan-Szene nicht mehr nur aus betrunkenen Gewalttätern, sondern ist eine bunte Mischung aus fast allen Gesellschaftsschichten: Rechtsextremen, Studenten, Angestellten, Beamten. Häufig sind die Akteure trainierte Kampfsportler, nicht selten mit militärischem Hintergrund. Für die Dokumentation gibt Vadim Sidorow, altgedienter und in Hooligan-Kreisen legendärer Spartak-Moskau-Fan, einen exklusiven Einblick in die Szene. Die Kamera begleitet ihn zu einem Hooligan-Konzert, zum Boxtraining und zum Spartak-Auswärtsspiel nach Samara. Ein ultrarechter Spartak-Hooligan mit Tarnnamen "Sascha" nimmt das Team mit zu einer verabredeten Prügelei in einem Wald vor Moskau - die von der Polizei zerschlagen wird, noch bevor sie begonnen hat. Alexander Sprigin, ehemaliger Chef des russischen Fanverbandes, äußert sich zu den Krawallen von Marseille. Er hatte die Fan-Reise zur EM 2016 damals organisiert und ist seitdem offiziell abgesetzt. Nichtsdestotrotz pflegt er noch immer beste Kontakte zu Hooligans und Fußball-Funktionären wie Igor Lebedew. Experten wie der deutsche Fanforscher Prof. Gunter A. Pilz und der Politologe Dmitri Oreschkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften analysieren die Verbindungen zur Politik und ordnen die aktuelle Situation, vor allem auch im Hinblick auf die WM 2018, ein.


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