Im Winter 2018 brachen der amerikanische Regisseur Mike Magidson und die französische Anthropologin Nastassja Martin in die Region Kamtschatka auf, um einen Film über die Ewenken im Wald von Itscha zu drehen. Nach einer langen Reise auf dem Motorschlitten verbrachten sie eineinhalb Monate bei Daria und ihren zwei Söhnen in einem Jägercamp namens Twaian - fernab von allen befahrbaren Pisten und Kommunikationsmitteln. Der Film erzählt von dieser abenteuerlichen Erfahrung und von dem Versuch, die "wiedererlangte Freiheit" zu teilen, die Daria und ihrer Familie so teuer ist: das Gefühl, nach der Fremdsteuerung durch das Sowjetregime und dem heraufziehenden, ultraliberalen Kapitalismus in der Einsamkeit der Natur wieder zu sich selbst zu finden. Der Zuschauer wird mitgenommen auf eine sehr persönliche Reise in die eisigen Wälder Kamtschatkas, Wahlheimat einer Handvoll "Widerständler", die dem Druck der postsowjetischen Gesellschaft und ihrer wachsenden Instabilität zu entfliehen suchen. Derartige Begegnungsversuche mit Menschen, die der Zivilisation den Rücken kehren, sind meist zum Scheitern verurteilt. Wer es schafft, in ihre "Jagdgebiete" vorzudringen, hat das Schwerste noch vor sich: eine uns zutiefst fremde Lebensweise zu erspüren, zu teilen und zu begreifen. In Begleitung der Anthropologin Nastassja gelingt es dem Filmemacher, diese Herausforderung zu meistern und für ein paar Wochen in das Leben dieser Jäger aus einer anderen Welt einzutauchen.