Im Mittelpunkt von «Kassettenliebe» steht das Partnerwahlinstitut Duogena, das - für die Zeit sehr fortschrittlich - nicht nur mit Computern arbeitet, sondern auch Videotechnik einsetzt: Als optische Visitenkarte wird von jedem Kunden im Duogena-Studio ein Videoporträt aufgezeichnet. Die Aufgabe des 40-jährigen Junggesellen Felix Stamm als Duogena-Mitarbeiter ist es, sich mit den katalogisierten Herzenswünschen herumzuschlagen und die Klientinnen und Klienten so zurechtzurücken, dass sie der Kamera ihre Zipperchen und Macken, ihre Anliegen und Wünsche möglichst positiv formuliert erzählen. Dass unter all jenen, die über Video-Visitenkarte ins Eheglück zu gondeln gedenken, auch schwierige Fälle stecken, versteht sich von selbst. Doch trotz gewisser Hürden gäbe es kaum Probleme in der wohlgeordneten Berufs- und Privatwelt von Felix, würde da nicht plötzlich die um zehn Jahre jüngere Röntgenschwester Regula Koller bei Duogena auftauchen: Sie konfrontiert ihn mit Ideen und Lebensformen, die ihm grundsätzlich fremd sind. Felix Stamms Leben gerät völlig durcheinander.