Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art

  • Knut in freier Wildbahn. Erst seit wenigen Stunden haben die etwa 3 Monate alten Jungbären ihre Geburtshöhle zum ersten Mal verlassen und begeben sich mit ihrer Mutter auf die lange Wanderschaft zum Packeis. Vergrößern
    Knut in freier Wildbahn. Erst seit wenigen Stunden haben die etwa 3 Monate alten Jungbären ihre Geburtshöhle zum ersten Mal verlassen und begeben sich mit ihrer Mutter auf die lange Wanderschaft zum Packeis.
    Fotoquelle: ZDF/Andreas Kieling
  • Der Amurleopard ist die seltenste Großkatze der Erde. Er lebt im Grenzgebiet von Russland, China und Nordkorea. In freier Wildbahn existieren nach Schätzungen nur noch 30-50 Tiere. Ihre Hauptnahrung besteht aus Sikahirschen und Rehen. Vergrößern
    Der Amurleopard ist die seltenste Großkatze der Erde. Er lebt im Grenzgebiet von Russland, China und Nordkorea. In freier Wildbahn existieren nach Schätzungen nur noch 30-50 Tiere. Ihre Hauptnahrung besteht aus Sikahirschen und Rehen.
    Fotoquelle: ZDF/Andreas Kieling
  • Knut in freier Wildbahn. Erst seit wenigen Stunden haben die etwa 3 Monate alten Jungbären ihre Geburtshöhle zum ersten Mal verlassen und begeben sich mit ihrer Mutter auf die lange Wanderschaft zum Packeis. Vergrößern
    Knut in freier Wildbahn. Erst seit wenigen Stunden haben die etwa 3 Monate alten Jungbären ihre Geburtshöhle zum ersten Mal verlassen und begeben sich mit ihrer Mutter auf die lange Wanderschaft zum Packeis.
    Fotoquelle: ZDF/Andreas Kieling
  • Andreas Kieling filmt Bärenkampf. Direkt vor seiner Kamera kämpfen drei Bärinnen um das Vorrecht auf den besten Lachsfangplatz.

Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (2) Vergrößern
    Andreas Kieling filmt Bärenkampf. Direkt vor seiner Kamera kämpfen drei Bärinnen um das Vorrecht auf den besten Lachsfangplatz. Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art (2)
    Fotoquelle: ZDF/Andreas Kieling
Natur+Reisen, Tiere
Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2011
3sat
Fr., 07.09.
14:05 - 14:50
Folge 2


Seit 20 Jahren filmt und beobachtet Andreas Kieling Eisbären rund um den Nordpol. Jetzt will er dabei sein, wenn Eisbärenjunge mit ihrer Mutter zum ersten Mal ihre Wurfhöhle verlassen. Eine extreme Herausforderung bei Temperaturen um minus 50 Grad Celsius. Ende Februar ist es soweit. In den polaren Regionen kehrt langsam das Tageslicht ein. Um diese Zeit verlassen die Eisbärenmütter mit ihrem etwa drei Monate alten Nachwuchs ihre Höhlen. Seit über einem halben Jahr haben die Mütter nichts mehr gefressen, nachdem sie im Herbst ihre Wurfhöhle gegraben, im Winter ihre Jungen geboren und sie nur von ihren körpereigenen Reserven gesäugt haben. Jetzt sind die Kleinen kräftig genug, um auf die strapaziöse Wanderung bis zur weit entfernten Packeisgrenze zu gehen. Eine Woche muss Andreas Kieling bei diesen mörderischen Temperaturen vor einer Wurfhöhle ausharren, bis es endlich soweit ist. Vorsichtig schiebt sich die Nasenspitze der Eisbärenmutter durch den festen Schnee. Dann kommen drei kleine Fellknäuel mit ihr ans Licht. Der über 60 Kilometer lange Marsch zum Packeis ist für alle eine riesige Strapaze und kostet eines der Jungen schließlich das Leben. Immer wieder müssen die Bärin und ihre Jungen vor den eisigen Polarstürmen Schutz in eilig gegrabenen Schneemulden suchen. Die extreme Witterung geht auch an Andreas Kieling nicht spurlos vorüber: Erfrierungen im Gesicht und an den Händen des Tierfilmers sind der Preis für sensationelle und tief beeindruckende Aufnahmen. Als Bärenmann hat sich Andreas Kieling auch in anderen Regionen längst einen Namen gemacht. Er ist einer der wenigen Menschen weltweit, denen es bisher gelungen ist, den Riesengrizzlies im hohen Norden so nahe zu kommen. Auch dieses Mal will der "Bärenmann" wieder Auge in Auge den Giganten gegenüberstehen - und sie endlich sogar in den Flüssen unter Wasser filmen: ein Tauchgang mit dem größten Landraubtier der Erde. Das erfordert vor allem Erfahrung und sehr viel Wissen um die Giganten. Doch nicht nur die Bären haben es ihm angetan. Auf einer Expedition ins tiefe Sibirien will er eine der größten Raubkatzen der Welt in freier Wildbahn aufspüren und filmen: den sibirischen Tiger. An seine Umgebung perfekt angepasst, ist der sibirische Tiger kaum zu entdecken. In den dichten Wäldern sollen aufgestellte Fotofallen Hilfe bieten. Doch als sich Andreas Kieling die Kamerabilder ansieht, erlebt er eine Überraschung. Statt eines sibirischen Tigers ist eine noch seltenere Katze, von der es nur noch weniger als 40 Tiere in der Welt gibt, fotografiert worden: der Amurleopard. Eine Sensation, denn diese Raubkatze ist noch niemals zuvor so gefilmt worden.
Immer wieder verblüfft Andreas Kieling die Zuschauer, wenn er es schafft, die Tiere unserer Erde in der Natur zu beobachten und seine Erlebnisse in beeindruckenden Bildern festzuhalten. Oft sind es Tiere, die einer bedrückenden Tatsache ihre Aufmerksamkeit verdanken: Sie gehören zu den Letzten ihrer Art, sie sind akut vom Aussterben bedroht. Traurigen Ruhm erlangten die letzten Berggorillas in den Bergregenwäldern im Grenzgebiet von Kongo, Ruanda und Uganda. Nur noch etwa 700 Menschenaffen haben Krieg und Wilderei überlebt. Und noch immer sind sie nicht in Sicherheit. Um sie zu treffen, muss Andreas Kieling viele Höhenmeter überwinden: eine beschwerliche Dschungeltour für den Tierfilmer, unter dem Schutz von Soldaten als Bewachern. Als Kieling die Berggorillas endlich auf 4000 Metern Höhe gefunden hat, ist er von ihrer Toleranz und Sanftmut fasziniert. Nach ein paar Tagen kann er sich in der Gruppe bewegen, und es gelingen außergewöhnliche Aufnahmen. In Australien leben die größten und wohl auch aggressivsten Erben der Saurier, die Salzwasser- oder Leistenkrokodile. Über 6,30 Meter lang war das größte jemals gefangene Tier. Es hatte sich in einem Fischernetz verheddert und war ertrunken. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Tiere noch weitaus größer werden. Andreas Kieling begibt sich auf die Suche. Ein Tauchgang mit den Giganten ist der Höhepunkt seiner Begegnung mit den urzeitlichen Monstern. Wenn es um Löwen geht, denkt jeder sofort an Afrika. Doch wild lebende Löwen, wenn auch ohne Mähne, gibt es auch in einem kleinen Gebiet in Indien. Im Gir-Wald, im nordwestlichen Bundesstaat Guajarat, leben die letzten Exemplare des Asiatischen Löwen. Einst über ganz Eurasien und Nordafrika, von Griechenland bis Indien verbreitet, leben heute nur noch etwa 200 Tiere in dem rund 1400 Quadratkilometer großen Gir-Wald. Mit einheimischen Führern sucht Andreas Kieling nach "dem kahlen König" Indiens. In Südafrika begegnet Andreas Kieling den am meisten gehassten und gleichzeitig verehrten Tieren Afrikas, den Elefanten. Ihrer Faszination kann auch er sich nicht entziehen. Die grauen Giganten mit dem Riesenhunger vermehren sich im Addo National Park so gut, dass es dort weltweit die höchste Elefantendichte gibt. Ein sehr ungewöhnliches Erlebnis erwartet Andreas Kieling knapp zwei Stunden von Kapstadt entfernt. Der Tierfilmer trifft an der Struis Bay eine Frau, die sieben Stachelrochen morgens und abends füttert. Mit frischem Tintenfisch lockt Andreas einen von ihnen zu sich, mit aller gebotenen Vorsicht: Stachelrochen sind nicht nur extrem giftig, sondern auch extrem scheu.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

3sat Obwohl der Mensch nicht auf dem Speisezettel von Komodowaranen steht, kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Komodowarane erlegen kleinere Beutetiere oft mit einem Schwanzschlag. Größere Beutetiere werden gebissen und sich mehrere Tage sich selber überlassen. Der hochinfektiöse Speichel der Echsen führt über kurz oderlang zum Tod. Selbst große Tiere, wie Wasserbüffel oder Wildschweine werden durch die Bakterien des Speichels getötet.

Kieling - Expeditionen zu den Letzten ihrer Art

Natur+Reisen | 07.09.2018 | 13:20 - 14:05 Uhr
4.5/502
Lesermeinung
3sat Für ein Gorillababy gibt es im Regenwald viel zu entdecken

Gabun - Im Land der Gorillas

Natur+Reisen | 07.09.2018 | 15:30 - 16:15 Uhr
/500
Lesermeinung
3sat Die rotschenkligen Kleideraffen leben in Südostasien und sind in ihrem Bestand bedroht.

Affenwelten - Planet der Primaten

Natur+Reisen | 07.09.2018 | 16:15 - 17:00 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Jens Söring sitzt bis heute im Gefängnis.

Jens Söring sitzt wegen Doppelmordes lebenslänglich in einem US-Gefängnis. Der Deutsche bestreitet s…  Mehr

Evelyn Weigert und Maximilian Arnold versprechen mit ihrem neuen Format eine "Musik-Party auf vier Rädern".

In einem alten VW-Bus fahren Evelyn Weigert und Maximilian Arland durch die Republik und singen mit …  Mehr

Jutta Kamman kommt aus traurigem Anlass zurück in die Sachsenklinik.

Jutta Kamman spielte 16 Jahre lang Oberschwester Ingrid in der beliebten Arztserie "In aller Freunds…  Mehr

Mike Shiva ist Hellseher - wie "Promi Big Brother" für ihn ausgehen wird, vermag er aber noch nicht zu sagen...

Mike Shiva? Nie gehört! Der Hellseher zieht am 17. August ins "Promi Big Brother"-Haus ein und ist w…  Mehr

Wer kennt ihn nicht: Seit fast 20 Jahren spielt Erkan Gündüz in der "Lindenstraße" den Deutschtürken Murat. Nun will er sich auch als Filmemacher mit dem Thema Integration beschäftigen, weil es ihm auf den Nägeln brennt: "Integration funktioniert nicht über Forderungen, sondern nur über leben und leben lassen - in einem gewissen Rahmen natürlich", sagt der 45-Jährige.

Seit dem Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft wird die Integrationsdebatte heftig wie…  Mehr