Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens

Das Fell junger Wildschweine ist mit weißen Streifen durchzogen -- diese Tarnmuster verschwinden im Laufe der ersten Lebensjahre. Vergrößern
Das Fell junger Wildschweine ist mit weißen Streifen durchzogen -- diese Tarnmuster verschwinden im Laufe der ersten Lebensjahre.
Fotoquelle: ARTE
Natur+Reisen, Tiere
Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens

Infos
Online verfügbar von 31/05 bis 30/06
Produktionsland
Österreich
Produktionsdatum
2017
arte
Do., 31.05.
18:35 - 19:20


Wenn Rehgeißen sich auf Nahrungssuche begeben, lassen sie ihre Jungen häufig im Dickicht der Wälder zurück - zu schwach sind die kleinen Rehe kurz nach der Geburt, um der Mutter zu folgen. Schutzlos und allein in der Natur zurückgeblieben, ist die einzige "Waffe" der Kitze, sich für ihre Feinde quasi unsichtbar zu machen. Die weißen Flecken auf ihrem Rücken helfen ihnen dabei. Doch nicht nur Rehkitze verfügen über diese spezielle Tarnung, die im Fachjargon als Somatolyse bezeichnet wird. Der Feldhase etwa ist, obwohl er eigentlich nur ein schlichtes, braunes Haarkleid trägt, ein Meister der Tarnung. Die feinen Farbnuancen seines Fells lassen ihn mit seiner Umgebung verschmelzen, sodass Hasenbabys oft nicht einmal aus einem Meter Entfernung zu erkennen sind. Auch das Fell junger Wildschweine ist mit weißen Streifen durchzogen und macht sie zwischen Bäumen und Sträuchern unsichtbar. Wie auch bei den Jungrehen gehen die Tarnmuster im Laufe ihres ersten Lebensjahres verloren. Doch bereits seit Jahrtausenden genügt diese Finesse der Evolution, um das Überleben dieser Arten zu sichern. In der Dokumentation begleitet der österreichische Tierfilmer Kurt Mündl das Heranwachsen eines Rehkitzes und zeigt, welche ausgefeilten Tarnstrategien Kitz und Co. vor ihren natürlichen Feinden schützen sollen. Das Phänomen tritt nicht nur bei Säugetieren auf. Auch Wildvögel bedienen sich einer speziellen Farbmusterung, um in ihrem Lebensraum so wenig wie möglich aufzufallen. Wesentlich bei allen Meistern der Tarnung ist ihre Fähigkeit, völlig unbewegt auszuharren, auch wenn Menschen oder Tiere in ihre Nähe geraten.


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