Jakob ist ein Lebenskünstler. Oder auch der klassische Verlierertyp. Je nachdem, wen man fragt. Sein Selbstbild ist jedoch durchweg positiv. Er selbst sieht sich als jemand, der frei und ungebunden in den Tag hineinlebt, mit seinen Auftritten als in den Altersheimen höchst beliebter Elvis-Imitator das Nötigste verdient und sich ansonsten von Affäre zu Affäre hangelt. Anders sieht es allerdings aus, wenn man seine Eltern fragt oder auch Julia, eine seiner Ex-Affären. Ausgerechnet die meldet sich nämlich nach zwölf Jahren Funkstille bei Jakob, um ihn knapp darüber in Kenntnis zu setzen, dass er nicht nur Vater einer Tochter mit dem wunderbaren Namen Mai ist, sondern eben diese auch auf dem Weg zu ihm ist, um ihn kennenzulernen. Julia lässt ihm keine Zeit, zu widersprechen, und legt auf. Und das alles für Jakob im denkbar ungünstigsten Moment. Hat er doch, um frischen Wind in sein finanzielles Notstandsgebiet zu bringen, beim Arbeitsamt einen Job als Fahrer für ein internationales Transportunternehmen angenommen. Das Auto - ein klappriger Kastenwagen. Die Fracht - ein Schafbock. Das Ziel - Norwegen. Plötzlich Vater! Und wohin jetzt mit dem Kind? Klar: Mai muss Jakob nach Norwegen begleiten. Dass seine Tochter mindestens genauso stur ist wie der Schafbock auf der Ladefläche, und sogar noch sturer als Jakob selbst - das und noch viel mehr lernt Jakob auf dem Roadtrip ins Land der Fjorde.