Klima macht Geschichte

  • Die Sonne ist der wichtigste Klimafaktor für die Erde. Vergrößern
    Die Sonne ist der wichtigste Klimafaktor für die Erde.
    Fotoquelle: ZDF/Rudi Kirschen
  • Sedimentbohrkerne liefern durch ihre Schichtung wertvolle Hinweise auf das Klima früherer Epochen. Vergrößern
    Sedimentbohrkerne liefern durch ihre Schichtung wertvolle Hinweise auf das Klima früherer Epochen.
    Fotoquelle: ZDF/Saskia Rudert
  • Sedimentbohrkerne liefern durch ihre Schichtung wertvolle Hinweise auf das Klima früherer Epochen. Vergrößern
    Sedimentbohrkerne liefern durch ihre Schichtung wertvolle Hinweise auf das Klima früherer Epochen.
    Fotoquelle: ZDF/Saskia Rudert
  • Der Klimaforscher Robert Dull von der University of Texas erforscht die Verbindung zwischen dem Ausbruch des Ilopango und dem Ende des Römischen Reichs. Vergrößern
    Der Klimaforscher Robert Dull von der University of Texas erforscht die Verbindung zwischen dem Ausbruch des Ilopango und dem Ende des Römischen Reichs.
    Fotoquelle: ZDF/Sigrun Laste
  • Forschung belegt, welche Macht das Klima in der Geschichte der Menschheit hatte. Vergrößern
    Forschung belegt, welche Macht das Klima in der Geschichte der Menschheit hatte.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Rehberg
  • Das Klima hat schon immer das Schicksal des Menschen begleitet, im Guten wie im Schlechten. Vergrößern
    Das Klima hat schon immer das Schicksal des Menschen begleitet, im Guten wie im Schlechten.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Rehberg
  • Viele Erfindungen und kulturelle Leistungen entstanden in der warmen Klimaphasen der Geschichte. Vergrößern
    Viele Erfindungen und kulturelle Leistungen entstanden in der warmen Klimaphasen der Geschichte.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Rehberg
  • Auch das Aussterben des Neandertalers bringen Forscher in Verbindung mit einem Klimawandel. Vergrößern
    Auch das Aussterben des Neandertalers bringen Forscher in Verbindung mit einem Klimawandel.
    Fotoquelle: ZDF/Paul McCurdy
  • Der Forscher Professor Dominik Fleitmann sucht in den Tropfsteinen der Cocain Höhle der Türkei nach Hinweisen auf eine Klimaveränderung in der Bronzezeit. Vergrößern
    Der Forscher Professor Dominik Fleitmann sucht in den Tropfsteinen der Cocain Höhle der Türkei nach Hinweisen auf eine Klimaveränderung in der Bronzezeit.
    Fotoquelle: ZDF/Dominik Fleitmann
  • Mit dem Ende der Eiszeit stellt das Klima die Weichen für ein Aufblühen der menschlichen Zivilisation. Vergrößern
    Mit dem Ende der Eiszeit stellt das Klima die Weichen für ein Aufblühen der menschlichen Zivilisation.
    Fotoquelle: ZDF/Jürgen Rehberg
Report, Dokumentation
Klima macht Geschichte

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
3sat
Fr., 24.05.
14:05 - 14:50
Folge 2


Eine spannende Zeitreise von der Eiszeit bis ins 21. Jahrhundert in zwei Teilen. Teil zwei führt vom Römischen Reich über die Französische Revolution bis zum Klimawandel heute. Baumringuntersuchungen belegen, dass die Erde ab dem 2. Jahrhundert vor Christus eine einmalige Gunstphase erlebt, die sich unmittelbar auf die Entwicklung des Römischen Reichs auswirkt. Milde Temperaturen und regelmäßige Niederschläge sichern die Versorgung. Sie liefern die Grundlage für den kulturellen und militärischen Siegeszug der Supermacht. In jener Zeit erreicht das Römerreich seine größte Ausdehnung und herrscht über ein Viertel der damals bekannten Welt. Sogar die Ägypter werden von Rom unterjocht, über 300 Jahre dient ihr Land als Kornkammer für rund 50 Millionen Menschen des Riesenreiches. Doch dann schwingt das Klima um. Zunehmend strenge Winter verschärfen die Bedrohung der Außengrenzen des Imperiums. Rhein und Donau frieren zu und werden zu natürlichen Einfallstoren. In einer großen Völkerwanderung drängen 406 nach Christus 80 000 Germanen in das Römische Reich ein. Sie alle sind Klimaflüchtlinge, getrieben vom Hunger. Beweise für ihren Nahrungsmangel finden Forscher in den Knochen und im Mageninhalt von Moorleichen aus dem heutigen Dänemark. Es ist ein dunkles Zeitalter, aber nichts im Vergleich zu dem Klimaschock, den die Erde im Frühjahr 536 nach Christus erlebt. Überall auf der Welt notieren Chronisten, dass sich der Himmel plötzlich verdunkelt habe, die Temperaturen ständig sanken und die Sonne für mehr als 18 Monate hinter einem Wolkenschleier verschwunden sei. Auf den Feldern gehen die Ernten ein. Im mittelamerikanischen El Salvador finden Klimaforscher zum ersten Mal den Verursacher der beschriebenen Krise: Es ist der Vulkan Ilopango. Bei seinem Ausbruch schleudert der Feuer speiende Riese so viel Asche in die Stratosphäre, dass eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Sie beginnt mit einem dichten Ascheschleier, der die Erde vollständig umhüllt. Darauf folgt ein vulkanischer Winter, der eine weltweite Klimaveränderung herbeiführt, die nicht nur Hungersnöte verursacht, sondern auch Seuchen Vorschub leistet. Besonders die Pest greift rasend schnell um sich. Innerhalb kürzester Zeit rafft der Schwarze Tod Millionen Europäer dahin. Um das Jahr 1000 weist die Sonne ihre höchste Aktivität seit 300 Jahren auf und beginnt, die Erde wieder aufzuheizen. Die Eisschicht auf der Nordsee schmilzt und ermöglicht es den Völkern des Nordens, neue Wege zu ergründen. Die Wikinger stechen in See, erobern Irland, England und Schottland. Sie besiedeln Inseln, die bisher vom Eis umschlossen waren, und segeln weit vor Kolumbus bis nach Amerika. Überhaupt wird Europa von der aktiven Sonne bis ins Hochmittelalter hinein begleitet. Die Natur explodiert. Das machen sich die Gesellschaften zunutze und treiben den Ackerbau voran. Sie steigern ihre Erträge, die Bevölkerung wächst kontinuierlich, und aus kleinen Handelszentren entwickeln sich große Städte. Dreiviertel aller deutschen Städte stammen aus der Phase des hochmittelalterlichen Klima-Optimums. Anfang des 15. Jahrhunderts bricht die Kleine Eiszeit an. Schnell entpuppt sie sich als die härteste Kaltphase, die Europa je erlebt hat. Missernten, Naturkatastrophen und die Rückkehr der Pest führen zu gesellschaftlichen und politischen Krisen. Hexenverfolgung, Dreißigjähriger Krieg und die Französische Revolution entbrennen vor dem Hintergrund der drei Jahrhunderte andauernden Welt des Mangels. Erst 1850 ist die Kleine Eiszeit endgültig vorüber. In einer neuen, stabilen Klimaphase macht der Mensch einen Quantensprung. Die industrielle Revolution läutet das Zeitalter der Maschinen ein. Technische Erfindungen machen den Menschen immer unabhängiger von den universellen Klima-Zyklen. Doch mit dem Fortschritt hat der Mensch auch begonnen, die Weichen für die Zukunft der Erde zu stellen. Plötzlich ist es die moderne Gesellschaft, die das uralte System von globalen Kalt- und Warmphasen empfindlich stört. Wie groß der Einfluss auf das Weltklima tatsächlich ist, darüber streiten die Forscher.

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