"Königswalzer" ist eine gelungene Neuverfilmung der gleichnamigen Liebeskomödie aus dem Jahr 1935, in der Curd Jürgens sein Leinwanddebüt gab. Die heiter-beschwingte Neuadaption ist bestens besetzt mit Marianne Koch, Michael Cramer, Joe Stöckel und Linda Geiser und erzählt eine Randepisode der oft verfilmten "Märchenhochzeit" zwischen dem Habsburger Kaiser Franz Joseph I. und der legendären Prinzessin Sissi. Die prunkvolle Hochzeit zwischen dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und der Nichte des Königs Max II. von Bayern steht an. Leider fehlt dem bayerischen Monarchen aufgrund leerer Staatskassen das nötige Kleingeld für die Mitgift und so zögert er, sein Jawort zu dieser mehr als standesgemäßen Verbindung zu geben. Dem Kaiser kann dies nur recht sein, denn er liebt nicht die ihm versprochene Helene, sondern deren jüngere Schwester, Prinzessin Elisabeth, genannt Sissi. Um die hochsensible Habsburger Heiratspolitik in seinem Sinne zu beeinflussen, schickt der Kaiser seinen diplomatisch versierten Freund Ferdinand Graf Tettenbach als Brautwerber nach München. Dessen Mission verläuft erfolgreich - und nebenbei verliebt sich der schneidige Offizier noch in Theres, die Tochter des Münchner Caféhausbesitzers Ludwig Tomasoni. Doch leider geschieht dem Wiener Diplomaten ein unvorhersehbares Malheur: Aus jugendlicher Schwärmerei heraus bringt Theres' vorwitzige kleine Schwester Anni von Tettenbach in Verruf. Um der Staatsräson Willen sieht der Offizier sich nun gezwungen, nicht Theres, sondern Anni zu heiraten. In dieser prekären Situation beweist die spätere österreichische Kaiserin Sissi ihr ganzes diplomatisches Geschick. In Nebenrollen sind Liesl Karlstadt und Walter Sedlmayr zu sehen. Gedreht wurde "Königswalzer" unter anderem in München vor der prachtvollen Kulisse des Nymphenburger Schlosses und im Englischen Garten.