Kohle oder Klima - Angst um die Zukunft

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    - Rodungsgegner beim illegalen Besuch des Tagebaus
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    Gregor Eßer plant für RWE die Landschaften nach dem Tagebau.
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    Jubelfeier der Klimaschützer nach dem das Oberlandesgericht Münster die Rodung des Hambacher Forstes vorläufig gestoppt hat.
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    - RWE-Angestellte Matthias Dürrbaum singt das Steigerlied
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    - Aktivisten auf dem Weg der Widerbesetzung
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Report, Dokumentation
Kohle oder Klima - Angst um die Zukunft

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
WDR
Mi., 28.11.
22:10 - 22:55


Der Konflikt um den Hambacher Forst ist längst über die einfache Konfrontation zwischen Braunkohlelobbyisten und Klimaschützern hinausgewachsen. Bei den Auseinandersetzungen um dieses letzte Stück jahrhundertalten Waldes am Rande einer gigantischen Braunkohlegrube stehen sich die Welt von morgen und die Welt von gestern gegenüber: Wie wollen wir leben? Wie gestalten wir unsere Zukunft? Wie gelingt es, ökonomisch, ökologisch und politisch die richtigen Weichen zu stellen? Ist, was legal ist, jederzeit auch legitim? Ist ein Kompromiss zwischen Klimaschützern und Kohlekumpels überhaupt in Sicht? Diesen Fragen sind die Story-Autoren nachgegangen und haben Aktivisten und Braunkohlebefürworter begleitet und Politiker und Berater befragt. Nachdem das Oberlandesgericht Münster eine Rodung des Hambacher Forstes vorläufig gestoppt hat, sehen die Umweltaktivisten jetzt den historischen Moment für eine "grüne Demokratie" kommen - inklusive Energiewende, radikaler bürgerlicher Mitbestimmung und einer neuen Vision zur "Rettung des Planeten und der Menschheit". Die Story schaut hinter die Kulissen der gut organisierten Arbeit der Klimaschützer: Sie sind weltweit vernetzt, extrem flexibel und hochprofessionell und kommen ohne starre Strukturen aus. Zu sehen ist das in ihrem Camp - mit Kochzelt für mehrere hundert Leute, mit Zelt für PR-Arbeit und mit selbst schnell aufgebauten Solarpanels für den Strom. Doch auch die RWE-Mitarbeiter mobilisieren sich und demonstrieren für ihre Arbeitsplätze. Mit "Hambi muss weg" und "Make RWE great again" protestieren sie gegen einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle und machen auf ihre Sorgen aufmerksam. Die Story-Autoren begleiten RWE-Mitarbeiter, die um ihre Zukunft bangen, sich auf geschlossene Verträge verlassen haben und in der Öffentlichkeit damit auf Unverständnis stoßen. Claudia Kemfert, Leiterin des Energie- und Klimabereichs am deutschen Institut für Wirtschaftsforschung fordert mit Blick auf dem Klimawandel, schleunigst die Ärmel hochzukrempeln und etwas zu tun, statt zu lamentieren. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier warnt angesichts des schärfer werdenden Konfliktes davor, geltendes Recht durch persönliche Moralvorstellungen ersetzen zu wollen. Zwischen Klimaschützern und Braunkohlelobbyisten steht die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission, die nun entscheiden soll, wann der Ausstieg aus der Kohle sinnvoll und realistisch ist. Ein schwieriger Job: Beeinflussen die zahlreiche Demonstrationen für den Erhalt des Hambacher Forstes diese Entscheidung? Macht der Protest der RWE-Kumpel Eindruck auf die Kommission? Und: Wird sich die Politik an die Empfehlung halten können? Denn aus dem Kampf um den Hambacher Forst ist längst einen Ringen um den richtigen Weg in die Zukunft geworden.


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