Der Komödienstadel geht neue Wege mit der TV-Premiere dieser Satire des Tangrintler Volkstheaters. Die Ingredienzen des turbulenten Dreiakters von Jürgen Kirner reichen von Vetternwirtschaft in der Kommunalpolitik über Selbstverliebtheit und heimliche Liebe unter öffentlichen Personen bis hin zu Bestechlichkeit und Größenwahn. Zusammen mit dem Ensemble des Tangrintler Volkstheaters aus Hemau stehen u. a. Marion Schieder, Philipp W. Wilhelm und Marget Flach auf der Bühne im Kleinen Theater Haar. Der egomanische OB-Kandidat Adam Baumer, ein selbstverliebt-korrupter Kommunalpolitiker ("Der Beste für die Besten"), setzt im Wahlkampf voll auf Internet-Präsenz und Social Media. Gleichzeitig winkt dem Landtagsabgeordneten und Nebenerwerbslandwirt Jakob Hirschauer ein begehrter Ministerposten. Will er seine eigene Karriere nicht gefährden, muss Jakob in seiner Heimatstadt die Machenschaften des Oberbürgermeisterkandidaten beenden. Nicht zimperlich in seinen Methoden erpresst der Vollblutpolitiker den eigenen politischen Ziehsohn und erwartet den sofortigen Verzicht der Kandidatur - was Adam Baumer entrüstet ablehnt. Es kommt zum handfesten Krach im Parteibüro. Auch in der eigenen Familie muss Jakob postwendend seinen korrupten Schwager Willi und seine adelsfanatische Schwester Annerose, die mit dubiosen Recycling-Geschäften reich geworden sind, stoppen. Dies führt zu einem handfesten Krach mit wilden Verwünschungen. Durch unerwartete Schicksalswendungen können die Beschuldigten erstmal aufatmen und wiegen sich in Sicherheit. Annerose darf weiter von einem Adelstitel träumen und Adam kann unkonventionell die Gräfin Galetta von Schaumburg-Scheinberg vor einer wirtschaftlichen Pleite bewahren, was seinem Ego enorm schmeichelt. Als frischgebackener Oberbürgermeister ist Adam Baumer dann komplett überfordert, als ihn die polnische Putzfrau Olga Jablonka mit seiner eigenen Biografie konfrontiert. Und im Siegestaumel merkt Adam nicht, dass sich heimlich eine weibliche Allianz formiert hat, die nicht nur sich selbst aus traditionellen Konventionen befreit, sondern subtil zu raffinierten Bandagen greift und beinhart die kommunalpolitischen Geschicke selbst in die Hand nimmt!