Kopfüber in die 60er Jahre

Mit Hochfrisur im Stil von Farah Diba - so ging die Frau in den 60ern gerne aus und zunächst zum Friseur. Friseurin Ruth Harperath (hinten) hat die Frisur schon vor fast 50 Jahren so oft gemacht, dass es auch heute kein Problem für sie ist, Cathrin Leopold zeitgenössisch zu stylen. Mit 14 hat sie angefangen und hat heute in Köln einen eigenen Salon. Vergrößern
Mit Hochfrisur im Stil von Farah Diba - so ging die Frau in den 60ern gerne aus und zunächst zum Friseur. Friseurin Ruth Harperath (hinten) hat die Frisur schon vor fast 50 Jahren so oft gemacht, dass es auch heute kein Problem für sie ist, Cathrin Leopold zeitgenössisch zu stylen. Mit 14 hat sie angefangen und hat heute in Köln einen eigenen Salon.
Fotoquelle: WDR/Beta Bande/Lothar Schröder
Report, Dokumentation
Kopfüber in die 60er Jahre

WDR
So., 30.12.
13:55 - 14:40
Folge 1, Babyboom und Hochfrisur


Bei den 60er Jahren denkt man an Wirtschaftswunder und Vollbeschäftigung, an die Hausfrau und den Babyboom, an unverheiratete Fräuleins und schicke Hochfrisuren, an Studentenrevolte und den Pillenknick. Die 60er Jahre sind der Wendepunkt zwischen Pief und Pop und der Startschuss zum gesellschaftlichen Aufbruch. Für Cathrin Leopold, Jahrgang 1976, eine Zeit, die lange vorbei ist und die sie selbst nur aus Erzählungen ihrer Eltern kennt. Sie will sie kennenlernen und nimmt uns mit auf ihre aufregende und amüsante Zeitreise. Sie lässt die große Politik links liegen und rückt mit ihren neugierigen Fragen denen zu Leibe, die die 60er hautnah erlebt haben. Friseurin Ruth aus Köln zum Beispiel, die ihr eine Farah-Diba-Hochfrisur auf den Kopf zaubert und dabei verrät, wie man als unverheiratete junge Frau der Aufsicht der strengen Väter dennoch entrinnen konnte. Walter Westrupp, der damals ein Hippie war, der samt Gitarre und mit Blume hinterm Ohr auf dem Kennedy-Platz in Essen saß. Detlef Mahnert träumte als Student in Münster von der großen Freiheit und der Italiener Giancarlo de Mario, folgte 19-Jährig seiner Ferienliebe nach Wuppertal und schuftete Tag und Nacht in einer Eisdiele, bis er endlich selbst eine eröffnen konnte. Annemarie Winter aus Essen, die mit 21 Jahren heiratete, zwischen 1960 und '67 fünf Kinder bekam und - unaufgeklärt wie viele - keine Vorstellung davon hatte, wie die überhaupt entstanden waren. Die sparsame Hausfrau kocht der jungen Besucherin einen typischen 60er-Jahre-Eintopf und plaudert beim Kartoffeln schälen über ihr Leben, in dem sie sich als Ehefrau selbstverständlich ihrem Manne unterordnete. Und sie trifft Diplomingenieur Walter Holbach aus Bonn, der unbedingt noch einmal eine unbeschwerte Frankreichreise in seinem kleinen Fiat machen wollte, bevor er das geordnete Leben eines aufstrebenden Ingenieurs mit Frau und Kindern begann. Frau Leopold lernt auf ihrer zweiteiligen Zeitreise kreuz und quer durch NRW zahlreiche sehr verschiedener Menschen aus den 60ern, den Hippie und die Hausfrau, den Studenten und die Anhalterin, den Bauern und den Kaufmann, den Ingenieur und den Gastarbeiter, die Friseurin und die junge Ehefrau im neuen Eigenheim kennen und sie taucht ein ins WDR-Archiv und die Fernsehwelt der 60er.


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