Kräuterwelten in Südamerika

  • Auf dem Markt von Trujillo in Nordperu findet man über 500 Kräuter - und alles, was Heiler für ihre Rituale brauchen. Vergrößern
    Auf dem Markt von Trujillo in Nordperu findet man über 500 Kräuter - und alles, was Heiler für ihre Rituale brauchen.
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  • Die Blätter des Kokastrauchs trinkt man in Bolivien als Tee. Vergrößern
    Die Blätter des Kokastrauchs trinkt man in Bolivien als Tee.
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  • Ein Matefeld im Norden Argentiniens: Hier wächst der Kräutertee, der im ganzen Land getrunken wird. Vergrößern
    Ein Matefeld im Norden Argentiniens: Hier wächst der Kräutertee, der im ganzen Land getrunken wird.
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  • Rund um die Iguaçu-Wasserfälle im Norden Argentiniens sammeln die Ureinwohner seit Jahrtausenden Heilkräuter. Vergrößern
    Rund um die Iguaçu-Wasserfälle im Norden Argentiniens sammeln die Ureinwohner seit Jahrtausenden Heilkräuter.
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  • Zierpflanze mit Heilwirkung bei Darmkrankheiten: Dieser Hahnenkamm wächst in der argentinischen Provinz Misiones. Vergrößern
    Zierpflanze mit Heilwirkung bei Darmkrankheiten: Dieser Hahnenkamm wächst in der argentinischen Provinz Misiones.
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  • Kinder in der Nähe von La Paz beim jährlichen Pachamamafest, das zu Ehren der Mutter Erde gefeiert wird. Vergrößern
    Kinder in der Nähe von La Paz beim jährlichen Pachamamafest, das zu Ehren der Mutter Erde gefeiert wird.
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  • Hoch über dem Titicacasee: Ein bolivianischer Wanderheiler und seine Frau bereiten eine Kräuterzeremonie vor. Vergrößern
    Hoch über dem Titicacasee: Ein bolivianischer Wanderheiler und seine Frau bereiten eine Kräuterzeremonie vor.
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Natur+Reisen, Land und Leute
Kräuterwelten in Südamerika

Infos
Online verfügbar von 24/03 bis 23/04
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
arte
So., 24.03.
19:30 - 20:15


In den abgelegenen Regionen Südamerikas ist ein Leben ohne Kräuter auch heute nicht denkbar. Sie sind für viele die einzige Medizin. Die Kenntnisse über die Heilkräfte der Natur werden seit über 2.000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. In Bolivien begleitet der Film den Ethnobiologen Rainer Bussmann, der auf seinen Expeditionen genau dokumentiert, welche Kräuter die Menschen gegen welche Krankheiten einsetzen. Der deutsche Forscher hat die letzten 15 Jahre in der Region verbracht und widmet seine ganze Arbeit dem Erhalt dieses unschätzbaren Wissens. Durch den globalen Trend zur Naturmedizin gibt es einen wachsenden Markt für Heilpflanzen. Mehr als 70.000 Pflanzenarten werden weltweit gehandelt. In Peru ist dadurch ein neuer Erwerbszweig entstanden. José Ingamani und seine Familie sammeln für eine Schweizer Kosmetikfirma die Wurzeln der hochempfindlichen Ratanhia und garantieren den Auftraggebern aus Europa ein nachhaltiges Ernteverfahren. Dafür campieren sie wochenlang in der Steppe. Aus ihrer Ernte wird später ein antibakterieller Wirkstoff gewonnen und zu Zahnpasta verarbeitet. In Patagonien entlockt die Pharmakologin Silvia Gonzalez einem winterharten Kraut betörendste Düfte, während der Spitzenkoch Martín Molteni in Buenos Aires in alten botanischen Büchern Kräuter entdeckt, die seine preisgekrönten Menüs einzigartig machen. Die Argentinier scheinen süchtig zu sein nach dem Kräutertee Mate. In der Region Misiones haben Kleinbauern sich zusammengeschlossen, um ihn so herzustellen, wie die Guaraní-Indianer vor 2.000 Jahren: geräuchert über offenem Feuer. Dank der Delikatesse haben die Mate-Farmer und ihre Familien wieder eine Zukunft. Hoch über dem Titicacasee halten die Kallawaya, legendäre Andenheiler, eine Zeremonie ab. Seit der Zeit der Inka-Hochkultur stimmen diese Medizinmänner die Götter mit Opfergaben milde und verschreiben ihren Patienten Kräuter wie Muña muña. Was Muña muña so wirksam macht, haben Forscher bis heute nicht genau entschlüsseln können. Das unscheinbare Kraut enthält mehr als 10.000 Inhaltsstoffe.


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