Vor Schlunzke steht ein fremder Mann mit Seesack über der Schulter und auch sonst wirkt er, als käme er von einer langen Reise. Vorsichtig fragt der, ob es im Dorf einen Mann namens Krause gäbe und wo er wohnt. Pech für den Unbekannten, denn vor zwei Minuten war Krause noch dort. Auf seine neugierigen Fragen bekommt Schlunzke nur vage Auskunft und beobachtet, wie sich der Fremde auf den Weg macht. Eine fröhliche Dame einer Kölner Reisegruppe entpuppt sich als Nachbarin von Krauses Schwester und berichtet, wie glücklich und fidel Meta in Köln lebt. Jedes Wort ist ein Stich in Krauses Herz, denn er hat den Auszug der Schwester längst nicht verwunden. Die Folge ist, dass seit zwei Jahren zwischen den Geschwistern Funkstille herrscht. Der Fremde kommt in dieser Situation zwar ungelegen, aber natürlich erhält er das gewünschte Bett für die Nacht im Gasthof, sauber und preiswert. Krause bringt ihn aufs Zimmer und beide spüren eine merkwürdige Spannung. Krause ist verdutzt und mustert den Mann länger als üblich. Über Grund und Dauer seines Aufenthalts spricht der Fremde nur in Andeutungen. Krause ist so viel Vertraulichkeit unangenehm, die Sache wird immer seltsamer und Krause beschleicht eine Ahnung.