Kriegsfotografinnen

  • Eine Aufnahme von Camille Lepage: zwei Tote, die nach einem Angriff in die Ali-Babolo-Moschee in Bangui gebracht wurden Vergrößern
    Eine Aufnahme von Camille Lepage: zwei Tote, die nach einem Angriff in die Ali-Babolo-Moschee in Bangui gebracht wurden
    Fotoquelle: SWR
  • Christine Spengler vor einem Porträt von ihr, das 1979 im Iran entstanden ist Vergrößern
    Christine Spengler vor einem Porträt von ihr, das 1979 im Iran entstanden ist
    Fotoquelle: SWR
  • Milizionärin am Strand von Barcelona 1936, fotografiert von der deutschen Fotografin Gerda Taro Vergrößern
    Milizionärin am Strand von Barcelona 1936, fotografiert von der deutschen Fotografin Gerda Taro
    Fotoquelle: SWR
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    Die Fotografin Camille Lepage im Stadion Bonga Bonga, Zentralafrikanische Republik, im Oktober 2013
    Fotoquelle: SWR
  • Christine Spengler lebt und arbeitet umgeben von ihren Kriegsfotos. Vergrößern
    Christine Spengler lebt und arbeitet umgeben von ihren Kriegsfotos.
    Fotoquelle: SWR
Report, Dokumentation
Kriegsfotografinnen

Infos
Online verfügbar von 04/07 bis 11/07
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
arte
Mi., 04.07.
22:00 - 22:55


Mehr Frauen als Männer berichten heute aus Krisengebieten. Manche kommen an Orte, die Männern verwehrt sind. Die Dokumentation stellt Frauen vor, deren Kriegsfotos in den letzten hundert Jahren um die Welt gingen und immer noch gehen. Die französische Kriegsfotografin Christine Spengler (geb. 1945) ist eine der wenigen, die den Krieg scheinbar unversehrt überstanden haben. In der Dokumentation von Sigrid Faltin wird sie die Fotos berühmter Kolleginnen einordnen und über das Leben als Fotografin an Brennpunkten berichten, das sie nach Vietnam, Afghanistan, in den Iran und den Tschad geführt hat. Alice Schalek (1874-1956) aus Wien gilt als die erste Frau, die an der Front fotografierte. Als Berichterstatterin für die "Neue Freie Presse" machte sie Fotos von österreichischen Soldaten im Ersten Weltkrieg, Bilder, die heute auf uns statisch und gestellt wirken. Damals hat die Tatsache, dass eine Frau solche Fotos schoss, selbst progressive Männer wie Karl Kraus entsetzt. Im Spanischen Bürgerkrieg machte sich Gerda Taro (1910-1937) einen Namen. Die Jüdin und Sozialistin aus Stuttgart war die Lebensgefährtin des legendären Magnum-Fotografen Robert Capa. Beide dokumentierten den Krieg auf der Seite der Republikaner, Gerda Taro wurde dabei während eines Luftangriffs der deutschen Legion Condor von einem Panzer überrollt. Sie war 26 Jahre alt und die erste Fotografin, die Opfer eines Kriegs - und ihrer Arbeit - wurde. Lange war sie vergessen, jetzt haben neuere Forschungen ergeben, dass viele Fotos, die Capa zugeordnet waren, von ihr stammen. Sieben Jahr nach Taros Tod zog eine Amerikanerin mit der Kamera gegen die Deutschen zu Felde: Lee Miller. Erst wurde sie als Model und Muse von Man Ray und Jean Cocteau berühmt, später mit ihren Fotos vom Kriegsende in Deutschland. Das Bild von Lee Miller in Hitlers Badewanne ist legendär. Camille Lepage starb zu jung, um Geschichte zu schreiben. Die Französin dokumentierte die Gräuel im Bürgerkrieg von Zentralafrika, die selbst die UNO aufschreckten. Ihre Mission musste sie mit dem Leben bezahlen. Französische Soldaten fanden die Leiche der 24-Jährigen im Kampfgebiet. Ausstellungen in Berlin, London und Paris zeigten Bilder dieser Fotografinnen und damit die Aktualität ihrer Fotos. Die Dokumentation fragt darüber hinaus: Was sehen Frauen im Krieg, was Männern entgeht? Was unterscheidet die Bilder der Kriegsfotografinnen von den Fotos ihrer Kollegen? Was treibt diese Frauen an?


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