Kulturjournal

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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Kultur, Magazin
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Produktionsdatum
2017
NDR
Mo., 16.04.
22:45 - 23:15


Die nationale und internationale Kulturszene ist lebendig und vielseitig. Künstler und Zeitzeugen kommen zu Wort, wenn über Ausstellungen, kulturelle Phänomene und Neuerscheinungen berichtet wird.

Thema:

Sie haben ja nichts zu verbergen, oder? Jetzt will auch das "Kulturjournal" ihre Daten!

Mark Zuckerberg musste wegen des letzten Datenskandals von Facebook vor dem US-amerikanischen Kongress Rede und Antwort stehen. Doch statt einer großer Kündigungswelle gab es am Ende der ersten Anhörung gestiegene Facebook-Aktien. Allenthalben ist die Empörung über den Datenmissbrauch groß, aber die sozialen Medien verlassen, das will dann offensichtlich keiner so richtig. Auch das Bewusstsein für Datenschutz ist nicht sonderlich ausgeprägt. Die meisten Menschen denken sich: Was habe ich schon zu verbergen? Darum sammelt jetzt auch das "Kulturjournal" Daten, um sein eigenes Netzwerk zu füttern! Dirk Böge macht den Praxistext: Wie leichtfertig geben die Hamburger ihre Daten her?

Drehen wie die Profis: Jugendliche aus Uelzen machen einen Kinofilm

Massenszene wie im besten Hollywoodstreifen, nur das mitten in Niedersachsen. Vor und hinter der Kamera: Schüler aus Uelzen und Umgebung. 2014 fingen sie mit ihrer ersten richtigen Filmproduktion an, mit einem noch kleinen Team von fünf Leuten. Es folgten erste Kurzfilme. Doch jetzt sollen es 90 Minuten sein, ein Spielfilm namens "Liberty" für die große Kinoleinwand. Für die Schüler ist es inzwischen viel mehr als nur Hobby. Und so arbeiten von den Statisten, über die Produzenten, die Kameraleute, den Regisseur, die Tonkollegen, die Cutter rund 130 Leute an dem Film mit, der in diesem Jahr noch fertig werden soll. Der Inhalt: In einem Dorf sind nach einem Bürgerkrieg die Kinder auf sich alleine gestellt, nachdem ihre Eltern verschleppt worden sind. Das "Kulturjournal" war beim Dreh dabei und hat mit den Schülern über ihr ehrgeiziges Projekt gesprochen.

"Eine Liebe, in Gedanken" von Kristine Bilkau: das NDR Buch des Monats

Eine Frau ist gestorben, die Tochter löst ihren Hausrat auf und fragt sich, was für ein Leben die Mutter wirklich hatte. War sie glücklich? Welche Bedeutung hatte diese eine Liebe für sie, die ungelebt blieb? Denn in den 1960er-Jahren hatte die Mutter einen Freund, mit dem sie gemeinsam in die weite Welt wollte. Er ging nach Hong Kong, wollte sie nachholen. Aber dann kam es anders. Die Hamburger Schriftstellerin Kristine Bilkau erzählt in ihrem neuen Roman "Eine Liebe, in Gedanken" (Luchterhand Verlag) diese beiden Geschichten: Von einer Liebe der Mutter, die auf ungeklärte Weise endete. Und von der Tochter, die merkt, wie wichtig es ist, zu Lebzeiten mit den Eltern zu sprechen. Das "NDR Buch des Monats": einfühlsam, spannend und mit viel Zeitkolorit.

Mehr als der Mann am Klavier: Studiobesuch bei Nils Frahm

Er ist viel mehr als der Mann am Klavier! Nils Frahm schafft Klangwelten als Pianist, aber vor allem mit allen möglichen Dingen wie Klobürsten, Holzschubladen, Orgel, Effektgeräten. Dabei verweigert er sich dem Computer, seine Ausrüstung ist komplett analog. Zu einem Konzert reist er auch schon mal mit zwei Tonnen Equipment an. So auch für sein erstes Konzert in der Elbphilharmonie am 21. April. Seit zehn Jahren veröffentlicht er Platten, nun gibt es wieder ein neues Album: "All Melody" (Erased Tapes). Spätestens seit seiner Filmmusik für "Victoria" von Sebastian Schipper ist er fast so etwas wie ein Popstar. Dabei verweigert er sich jeglicher Genrezuschreibung. Er ist immer auf der Suche: nach dem richtigen Klang. Und oft kann man diese Suche in seiner Musik nachverfolgen. Das "Kulturjournal" besucht Nils Frahm in seinem Studio und lässt sich total analog verzaubern.

Kulturelles Erbe in Gefahr: wie in Mecklenburg-Vorpommern denkmalgeschützte Guts- und Herrenhäuser verfallen

Über 1.000 Guts- und Herrenhäuser gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Viele der denkmalgeschützen Anlagen sind prachtvoll saniert worden, doch rund ein Viertel der Gebäude befinden sich in einem schlechten bis ruinösem Zustand. Sie wurden nach der Wende für wenig Geld von Privatleuten gekauft, es gab große Pläne, die sich nicht verwirklichen ließen. Das Ergebnis: Die Häuser verfallen, obwohl der Eigentümer gesetzlich verpflichtet ist, die Anlagen zu erhalten, wenn sie unter Denkmalschutz stehen. Doch um diese Pflicht seitens der zuständigen Behörden durchzusetzen, braucht es ausreichend Personal und Geld. Und daran mangelt es in den Landkreisen. Das "Kulturjournal" begleitet einen ehrenamtlichen Denkmalpfleger bei seiner Reise durch Mecklenburg und zeigt, woran es hapert.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.



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