Kulturjournal

Kulturjournal
Logo Vergrößern
Kulturjournal Logo
Fotoquelle: NDR Presse und Information
Kultur, Magazin
Kulturjournal

Infos
Produktionsdatum
2017
NDR
Fr., 16.11.
02:15 - 02:45


Die nationale und internationale Kulturszene ist lebendig und vielseitig. Künstler und Zeitzeugen kommen zu Wort, wenn über Ausstellungen, kulturelle Phänomene und Neuerscheinungen berichtet wird.

Thema:

Was verdienen Männer, was Frauen? Der "Kulturjournal"- Gerechtigkeitstest

In "nur" 217 Jahren ist es endlich so weit: Dann haben Frauen und Männer überall auf der Welt die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So der Global Gender Gap Report des Jahres 2017. In diesem lag Ruanda sogar auf Platz fünf, vor dem Musterland Schweden und weit vor Deutschland (Platz zwölf). Auch sonst sieht es noch finster aus in Sachen Gleichberechtigung. So ist beispielsweise die Kunst von Frauen nur halb so teuer wie die von Männern. Die Analyse von 1,5 Millionen Auktionsdaten aus den Jahren 1970 bis 2013 ergab, dass Werke von Künstlerinnen im statistischen Mittel gut 25.262 Dollar erzielten, die von Künstlern dagegen 48.212 Dollar. Bei den Schauspielerinnen sieht es nicht viel besser aus, im Gegenteil. So heißt es, dass für einen Nachdreh für den Film "Alles Geld der Welt" Michelle Williams und Mark Wahlberg sehr unterschiedlich honoriert wurden bei gleichem Aufwand. Während Mark Wahlberg mehr als eine Million Dollar bekommen haben soll, wurde Williams mit 1.000 Dollar abgespeist. Angesichts der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" schaut sich das "Kulturjournal" an, wie unterschiedlich Männer und Frauen (immer noch) behandelt werden und macht den Gerechtigkeitstest auf der Straße.

Anerkennung statt Ausgrenzung: eine Ausstellung in Oldenburg über Minderheiten

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt, ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn wir noch immer keine vollständige Gleichberechtigung haben. Und wie sieht es mit den Rechten anderer gesellschaftlicher Gruppen aus? Wer muss noch heute um Anerkennung kämpfen? Zum Jahrestag des Frauenwahlrechts beschäftigt sich das Stadtmuseum Oldenburg in der Ausstellung "Anerkennung!" mit solchen Fragen. Das Besondere daran: Ganz unterschiedliche Menschen aus Oldenburg haben sich mit eigenen Kunstprojekten beteiligt. Menschen mit Behinderung, mit unterschiedlichen Sexualitäten, aber auch Geflüchtete oder Menschen, die auf der Straße leben. Das "Kulturjournal" spricht mit Oldenburgern über das Projekt und stellt die Ausstellung im Rahmen der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" vor.

And the winner is ...: der NDR Sachbuchpreis

Er wird dieses Jahr zum zehnten Mal verliehen, ist mit 15.000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten seines Genres: der NDR Kultur Sachbuchpreis. Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) ist Ehrengast der Jubiläumsgala auf Schloss Herrenhausen in Hannover am Mittwoch, den 21. November. 260 Sachbücher standen zur Auswahl. Welches Buch das Rennen gemacht hat, das "Kulturjournal" verrät es vorab.

Der ganz normale Wahnsinn: eine Kinokomödie über einen Psychotherapeuten

Nachdem in den Filmen von Sandra Nettelbeck schon zwei Mal der Psychotherapeut Max aufgetaucht ist, allerdings eher am Rande, hat es noch knapp zehn Jahre gebraucht, bis dieser Max seinen eigenen Film bekommen hat: "Was uns nicht umbringt" (Filmstart 15. November). Diesen Max hat die Regisseurin dem Schauspieler August Zirner auf den Leib geschrieben: Ein Mann, der nicht nur Menschen in der Krise in seiner Praxis hilft. Sondern auch ein Mann, der in der Mitte seines Lebens bilanziert: War's das jetzt? Geht das jetzt so weiter oder wird es doch noch mal anders? Und verliebe ich mich noch mal? Der Film kreist auf sehr amüsante und auch tiefsinnige Weise um diese Fragen, eine Art Bestandsaufnahme der Generation um die 50, gespielt von einem bemerkenswerten Ensemble, allen voran August Zirner in der Hauptrolle. Das "Kulturjournal" spricht mit Regisseurin Sandra Nettelbeck und August Zirner und bemüht sich um Antworten auf die großen Fragen.

Von Australien nach Hannover: die Flötistin Ana de la Vega

Sie war sieben Jahre alt, als sie das erste Mal ein Flötenkonzert hörte. Da stand für sie fest, dass sie Flötistin werden wollte. Seitdem hat sich Ana de la Vega auf eine weite Reise begeben: Aufgewachsen ist die Tochter britisch-argentinischer Eltern in Australien, zum Studium ging es über Sydney nach Paris. Mit 23 Jahren wurde sie Soloflötistin in Portugal. Sie gründete die London International Players und spielte auf vielen großen Bühnen in den USA und in Europa. Ihre aktuelle CD mit Werken von W. A. Mozart und Josef Myslivecek wurde von der internationalen Presse hoch gelobt. Jetzt lebt die Musikerin in Norddeutschland: Ana de la Vega wohnt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Hannover, einfach weil sie die Stadt so mag. Das "Kulturjournal" trifft die Musikerin in ihrer Wahlheimat. Am 15. November spielt Ana de la Vega in der Laeiszhalle in Hamburg.

"Der Norden liest": Juli Zeh in Hannover

Seit ihr erster Roman "Adler und Engel" (2001) zum Welterfolg wurde, hat sich Juli Zeh den Ruf erarbeitet, sehr genau hinzuschauen auf die Bedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Ging es in "Unterleuten" um eine Dorfgemeinschaft und in ihrem letzten Roman "Leere Herzen" um den Staat, nimmt sie mit ihrem neuen Roman "Neujahr" nun die Familie unter die Lupe: An einem Neujahrsmorgen macht sich ein junger Familienvater per Fahrrad auf den beschwerlichen Weg zu einem Berggipfel auf Lanzarote. Je höher er kommt, desto mehr Erinnerungen tauchen auf, die er seit seiner Kindheit verdrängt hat. Meter für Meter kämpft er sich an sein Trauma heran. Als er den Berg wieder hinab fährt, ist er ein anderer. Im Rahmen von "Der Norden liest" stellt Juli Zeh ihren neuen Roman "Neujahr" (Luchterhand) in Hannover vor: Donnerstag, 15. November, 20 Uhr, Hauptgebäude in der Leibniz Universität, Welfenschloss am Welfengarten 1.

Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.



Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

arte Stadt Land Kunst

Stadt Land Kunst

Kultur | 19.11.2018 | 13:00 - 14:05 Uhr
3.4/505
Lesermeinung
3sat Logo "Kulturzeit" (schwarz)

Kulturzeit

Kultur | 19.11.2018 | 19:20 - 20:00 Uhr
4/508
Lesermeinung
NDR Kulturjournal
Logo

Kulturjournal

Kultur | 19.11.2018 | 22:45 - 23:15 Uhr
3.22/5023
Lesermeinung
News
Wölfe sind auch am Tage unterwegs, sind aber nach wie vor ein seltener Anblick.

Seit der Wolf sich wieder in Deutschland angesiedelt hat, tobt eine bisweilen schrill geführte Debat…  Mehr

Bestätigt wurde es vom Studio noch nicht, aber offenbar vom Filmteam vor Ort: Tilda Swinton steht für Wes Andersons neuen Film vor der Kamera.

Das neue Projekt von Star-Regisseur Wes Anderson ist ein Musical. Tilda Swinton wird wieder mit von …  Mehr

"Alles was kommt" ist das Porträt einer Philosophielehrerin (Isabelle Huppert), die an der Schwelle zum Alter gezwungen wird, ihr Leben noch einmal neu zu ordnen.

Die wunderbare Isabelle Huppert gerät in dem meisterlichen Porträt "Alles was kommt" unvermittelt in…  Mehr

Ein Stück deutsches TV-Kulturgut geht zu Ende. Fans der "Lindenstraße" wollen das allerdings nicht akzeptieren.

2020 wird die ARD-Serie "Lindenstraße" eingestellt. Fans der ersten deutschen Soap wollen das verhin…  Mehr

Dieter Kranzbühler (Jörg Pose, links) sagt aus, er habe in Notwehr einen Einbrecher erschossen. Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring) zweifelt die Schilderungen an.

Rumänische Einbrecherbanden marodieren durch Hamburger Einfamilienhäuser, die Anwohner organisieren …  Mehr