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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Kultur, Magazin
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Infos
Produktionsdatum
2017
NDR
Fr., 22.03.
02:00 - 02:30


Die nationale und internationale Kulturszene ist lebendig und vielseitig. Künstler und Zeitzeugen kommen zu Wort, wenn über Ausstellungen, kulturelle Phänomene und Neuerscheinungen berichtet wird.

Thema:

Wer darf leben? Pränatale Diagnostik und Downsyndrom

Es gibt einen merkwürdigen Widerspruch: Einerseits gibt sich die Gesellschaft immer toleranter, andererseits lösen behinderte Menschen nach wie vor so große Ängste aus, dass immer weniger Kinder mit Downsyndrom geboren werden. Mittlerweile gibt es einen Blutschnelltest für werdende Mütter, der anzeigt, ob das Ungeborene eine Trisomie hat. In Dänemark, wo dieser Test Kassenleistung ist, wird kaum noch ein Kind mit Downsyndrom geboren. Jetzt soll es auch im Deutschen Bundestag eine Debatte zu diesem vorgeburtlichen Test als Kassenleistung geben. Mediziner vom Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik und Behindertenverbände schlagen Alarm. Am 21. März ist der Welt-Down-Syndrom-Tag.

Schriftsteller*innen gegen gendergerechte Sprache: ein Aufruf vom Verein Deutsche Sprache

Fahrzeugführende statt Fahrer, StudentInnen und Journalisten*innen: Dieses Thema beschäftigt auch die Behörden, gerade hat die Stadt Hannover die gendergerechte Sprache eingeführt. Weg mit diesem Genderunfug, so fordert es eine Unterschriftenaktion des Vereins für Deutsche Sprache. Bekannte Schriftsteller und renommierte Germanisten haben unterschrieben. Sie alle sehen in den Bemühungen um eine geschlechtergerechte Sprache eine Verhunzung, basierend auf einem Irrglauben: dass das grammatische und das natürliche Geschlecht identisch wären. Und sie bezweifeln, dass gendergerechte Sprache tatsächlich für mehr gesellschaftliche Chancengleichheit sorgt und das Selbstbewusstsein von Frauen stärkt. Das "Kulturjournal" spricht mit der Erstunterzeichnerin Katja Lange-Müller sowie mit René_Hornstein, einem Menschen, der sich durch den bisherigen Sprachgebrauch ausgeschlossen fühlt.

Von Helikopter-Müttern und Karrierefrauen: die Kinokomödie "Frau, Mutter, Tier"

Auf dem Spielplatz treffen sie aufeinander: Die besorgte Helikopter-Mutter, die gestresste Alleinerziehende, die ehrgeizige Karrierefrau mit Kind. Der Spielplatz ist deshalb auch zentraler Ort in dem Kinofilm "Frau, Mutter, Tier" von Regisseurin Felicitas Darschin (Kinostart: 21. März). Die Komödie erzählt drei unterschiedliche Geschichten aus dem Alltag von Müttern, mit viel Humor, mit Verständnis für die Nöte, manchmal nah am Klischee. Es geht um nervende Schwiegermütter, abwesende Väter oder den Parcours mit Kinderwagen im Biomarkt. Wunderbar gespielt unter anderem von Julia Jentsch und Annette Frier. Grundlage des Films ist ein Theaterstück von Alexandra Helmig, die auch eine der Hauptrollen übernommen und das Lied "Unspoken" für den Soundtrack geschrieben hat. Die Autorin, Schauspielerin und Sängerin (unter dem Künstlernamen Ada Morghe) ist selbst Mutter. Im "Kulturjournal" spricht sie über "Frau, Mutter, Tier".

Tierische Schönheiten: Ein Bildband feiert Kühe aus aller Welt

Ob schwarz, ob weiß, ob braun: Sie sind wahre Schönheiten, die schweizer Eringer, die Ankole aus Angola, das Texas-Longhorn oder die indische Hariana. Ein Bildband feiert Kühe aus fünf Kontinenten. Seit 10.000 Jahren lebt der Mensch gemeinsam mit ihnen, sie sind Nutztiere oder Gottheiten, Teil der Kulturen. Etwa 1.000 Rassen gibt es weltweit, aber viele sind vom Aussterben bedroht. Dem Herausgeber des Buches, Werner Lampert, geht es deshalb nicht nur darum, die Schönheit der Kuh zu würdigen, sondern er will sich für das Überleben der Kühe einsetzen. Lampert ist in Österreich Vorreiter für biologische Landwirtschaft und engagiert sich gegen das Artensterben insgesamt. Sein Buch "Die Kuh. Eine Hommage" (teNeues Verlag) ist nicht nur ein Prachtbildband, sondern auch ein wunderbares Nachschlagewerk mit vielen Informationen.

Was bedeutet Herkunft? Das "NDR Buch des Monats" von Sasa Stanisic

Wie sehr prägt einen Menschen die Herkunft? Was bedeuten Geburtsort, Sprache und Familie fürs Leben? Und welche Rolle spielt der Zufall? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Sasa Stanisic in seinem neuen Buch: "Herkunft" (Luchterhand Verlag). Es ist eine Mischung aus Autobiografie und Roman, in der Stanišic über seine Kindheit im ehemaligen Jugoslawien, seine Flucht und den Neuanfang in Deutschland erzählt. Sasa Stanisic ist in Visegrad Ostbosnien geboren, der Vater Serbe, die Mutter muslimische Bosniakin. 1992 floh die Familie nach Heidelberg. Inzwischen lebt Stanišic in Hamburg. Stanišic erzählt von alter und neuer Heimat, springt zwischen Visegrad und Hamburg, Vergangenheit und Gegenwart. Eine besondere Rolle in dem Buch spielt die Großmutter, die an Demenz litt und starb, während Stanišic an dem Roman arbeitete. Stanišic schreibt persönlich und fantasievoll, mit Lust am Erzählen und an Geschichten. "Herkunft" ist das "NDR Buch des Monats".

Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.



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