Kulturjournal

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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Kultur, Magazin
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Infos
Produktionsdatum
2017
NDR
Mo., 15.04.
22:45 - 23:15


Die nationale und internationale Kulturszene ist lebendig und vielseitig. Künstler und Zeitzeugen kommen zu Wort, wenn über Ausstellungen, kulturelle Phänomene und Neuerscheinungen berichtet wird.

Thema:

Von Bremen in die Welt: neue Dokumentation über James Last

Seine leicht swingende Unterhaltungsmusik wurde manchmal belächelt, aber so erfolgreich wie er war sonst kaum ein deutscher Musiker: James Last, genannt Hansi, eroberte mit seinem "Happy Sound" die Welt, verkaufte Schallplatten bis nach China, Südafrika oder Australien. Stars wie Caterina Valente oder Freddy Quinn arbeiteten mit ihm, aber auch die Band Fettes Brot. Quentin Tarantino entdeckte Lasts Musik für den Soundtrack von "Kill Bill". Am 17. April 2019 wäre James Last 90 Jahre alt geworden. Wie wurde aus dem Bremer Jungen ein internationaler Superstar? Was machte seine Musik so populär? In einer neuen Dokumentation sprechen neben seiner zweiten Ehefrau Christine und seinem Sohn Ron viele Freunde und Wegbegleiter, unter anderem Wencke Myhre, Katja Ebstein, Olli Dittrich und Udo Lindenberg. Der Film "James Last - Mit Happy Music um die Welt" von Thomas Macho läuft am Sonnabend, 20. April, um 23.30 Uhr im NDR Fernsehen.

Nordische Lovestory: "Ein Tag mit ..." der Band Fettes Brot

Sie sind "nordish by nature", sie bezeichneten sich als "schwule Mädchen" und haben schon mit James Last gesunden. Fettes Brot sind erfolgreich und so etwas wie Norddeutschlands Vorzeige-Rapper: Sie machen eingängigen Hip-Hop ohne aufgesetzte Gangsterattitüde und Machogehabe, ohne Frauenfeindlichkeit oder Homophobie. Ihr Publikum wurde mit ihnen erwachsen, auf ihren Konzerten sind 15- bis 65-Jährige. Aber wie sieht so ein Arbeitstag einer Rap-Combo aus, etwa wenn sie ein Video dreht? Das "Kulturjournal" verbrachte "Einen Tag mit ..." Fettes Brot bei den Vorbereitungen zu ihrem neuen Album "Lovestory", das Anfang Mai erscheint.

100 Jahre Bauhaus im Norden: Design-Pionier Hin Bredendieck aus Aurich

Begraben ist er zwar in seiner Heimatstadt Aurich, doch schon früh zog es Hin Bredendieck aus Aurich fort. Er studierte am Bauhaus in Dessau, arbeitete in Berlin, der Schweiz und schließlich ging er ans New Bauhaus in Chicago. Hin Bredendieck ist ein Pionier des Industriedesigns. Und lange bevor ein schwedisches Möbelhaus mit Möbeln als Fertigbausatz ungemein erfolgreich wurde, entwickelte Bredendieck schon eben solche. Es ging ihm vor allem darum, benutzerorientiert zu designen. Konsequent verfolgte er damit die ursprünglichen Ideen des Bauhauses. Heute ist Hin Bredendieck hierzulande nur wenig bekannt. Das will eine Ausstellung im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg jetzt ändern: "Zwischen Utopie und Anpassung. Das Bauhaus in Oldenburg" (27. April bis 4. August im Augusteum). Erstmals wurde der Nachlass von Bredendieck dafür gesichtet und aufbereitet. Das "Kulturjournal" ist beim Aufbau der Ausstellung mit dabei.

Liebesbriefe aus Stalingrad: Johannes Böhme über die Lebensgeschichte seiner Großmutter

Johannes Böhme, 1987 geboren, aus Pinneberg bei Hamburg, hat nach dem Tod seiner Großmutter Liebesbriefe ihres ersten Mannes gefunden, der als Soldat im Zweiten Weltkrieg war. Der letzte Brief stammt aus Stalingrad im Januar 1943. Böhme wunderte sich darüber, warum er kein herzliches Verhältnis zu seiner Oma hatte, warum sie ihm so rätselhaft blieb. Für sein jetzt erschienenes Buch "Das Unglück schreitet schnell" (Ullstein) hat Johannes Böhme in der eigenen Familie nachgeforscht, aber auch anderthalb Jahre in Archiven recherchiert, 300 Briefe der beiden gelesen und sich auf die Reise gemacht nach Russland, auf den Spuren des Wehrmachtssoldaten. Er erzählt vom Alltag im Krieg, von ganz normalen Leuten, was sie dachten, wie sie liebten. Und zeigt, wie die unbearbeiteten Traumata der Kriegsgeneration auch die nächsten Generationen noch überschatten.

Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche



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