Malony ist sechs, als er das Büro der Jugendrichterin Florence Blaque zum ersten Mal betritt. Er geht kaum zur Schule, zeigt aggressives Verhalten und seine Mutter ist mit ihm und dem kleinen Bruder komplett überfordert. Einige Jahre später landet Malony als Teenager wieder bei Florence, nachdem er mit einem gestohlenen Auto durch die Nachbarschaft gerast ist. In Absprache mit dem Sozialarbeiter Yann Le Vigan (Benoît Magimel) greift die Richterin durch und schickt Malony in eine Einrichtung für Schwererziehbare. Die Erzieherin Claudine motiviert Malony, sich für eine Schule zu bewerben. Als sich beim Gespräch mit der Schulleiterin Schwierigkeiten zeigen, flippt Malony komplett aus. Die Dinge spitzen sich zu, als Malony Claudines Tochter Tess kennenlernt und es zum nicht einvernehmlichen Sex kommt. Alles scheint auf Anfang zu stehen. Nach sechs Monaten aber sehen sowohl Yann als auch die Richterin einen eindeutigen Fortschritt, Malonys Gewaltausbrüche nehmen ab. Nur Malony selbst glaubt nicht an sich. «La tête haute» ist ein Spielfilm von Emmanuelle Bercot, der 2015 die Filmfestspiele Cannes eröffnete. Schon bei ihrem Vorgängerfilm «Elle s'en va» verpflichtete die französische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Bercot Catherine Deneuve für die Hauptrolle. Die «grande dame» des französischen Kinos feiert diese Tage ihren 75. Geburtstag. An ihrer Seite spielen Benoît Magimel, Sara Forestier und der Jungschauspieler Rod Paradot. Magimel und Paradot wurden für ihre Rollen mit einem César als Bester Schauspieler beziehungsweise Bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet.