Länder-Menschen-Abenteuer

  • Mit dem Motorrad zur Schule. Über den gefrorenen Fluss, bei minus 30 Grad Celsius Kälte. Die 12-jährige Delgertsetseg und ihr 44-jähriger Vater Davaa. Vergrößern
    Mit dem Motorrad zur Schule. Über den gefrorenen Fluss, bei minus 30 Grad Celsius Kälte. Die 12-jährige Delgertsetseg und ihr 44-jähriger Vater Davaa.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Der Nomadenjunge Tuguldur reitet nach der Schule nach Hause. Im Hintergrund der Schulort Tunkhel, 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Ulan Bator Vergrößern
    Der Nomadenjunge Tuguldur reitet nach der Schule nach Hause. Im Hintergrund der Schulort Tunkhel, 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Ulan Bator
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Der zehnjährige Tuguldur reitet täglich zehn Kilometer alleine zur Schule. Vergrößern
    Der zehnjährige Tuguldur reitet täglich zehn Kilometer alleine zur Schule.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Delgertsetseg hilft nach der Schule bei allen häuslichen Arbeiten. Vergrößern
    Delgertsetseg hilft nach der Schule bei allen häuslichen Arbeiten.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
Natur + Reisen, Land + Leute
Länder-Menschen-Abenteuer

Infos
Originaltitel
Die gefährlichsten Schulwege der Welt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Altersfreigabe
9+
BR
Do., 26.03.
11:10 - 11:55
Folge 1, Die gefährlichsten Schulwege der Welt - Mongolei


Für "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" taucht das Filmteam ein in verschiedene Kulturen der Welt, die in noch völlig ursprünglichen und von der Zivilisation beinahe unentdeckten Landschaften leben. Es begleitet Schulkinder beginnend in ihrem Lebensumfeld über den Schulweg bis in die unterschiedlichen Schulen. Die Kinder klettern, balancieren, leiden: alles für das eine Ziel - ein besseres Leben. Mächtige Bergmassive und die Weite der Taiga prägen die beeindruckende Natur im Norden der Mongolei. Nach einem Tag Fahrt über verschneite Buckelpisten findet das Filmteam hier, in einem der abgelegensten Winkeln des Landes, eines der letzten echten Nomadenvölker. Viele Nomaden würden ihre Kinder gerne zu Hause behalten, denn bei der Versorgung der Pferde und Rentiere wird jede Hand gebraucht. Doch es besteht Schulpflicht und die Nomaden wissen, dass Bildung für ihre Kinder wichtig ist. Jeden Tag bangen sie darum, dass ihr Nachwuchs wieder sicher zu Hause ankommt, denn der Weg zur Schule ist weit und gefährlich. Obwohl die Nomaden während der Wintermonate mit ihren Tieren näher an die Städte heranrücken, um ihr Überleben zu sichern, müssen die Schüler zehn Kilometer und mehr bei eisiger Kälte zurücklegen. Manche sind zu Fuß unterwegs, andere auf dem Rücken eines Reittiers. Über endlos erscheinende Schneedecken und zugefrorene Seen führt ihr beschwerlicher Weg. Temperaturen von bis zu minus 36 Grad Celsius machen ihn für die Kleinen zur Tortur. Eltern, die es sich leisten können, bringen ihre Kinder mit dem Motorrad über Schnee und Eis zur Schule. Bei diesen Bedingungen alles andere als ungefährlich und doch wahrer Luxus im Vergleich zum Schulweg der ärmeren Kinder. Allein in der Einöde sind sie den sogenannten "Dzuds", plötzlich auftretenden Schneestürmen, schutzlos ausgeliefert. Hinzu kommt die Angst vor wilden Tieren wie Wölfen und Bären, die im Winter hungrig durch die Taiga streifen.


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