Spessart, ein kleiner Ort in Rheinland-Pfalz, hat sich erfolgreich gegen die Landflucht gewehrt. In den 1950er Jahren wurde dem Dorf der sichere Tod prophezeit. Die geografische Lage war schlecht, Arbeitsplätze waren rar, die Situation schien ausweglos. Heute geht es dem Dorf und seinen Bürgerinnen und Bürgern besser denn je. "Landleben4.0" will wissen, wie das Erfolgsrezept lautet und was andere Dörfer von Spessart lernen können. Der Ort zwischen Köln und Koblenz zählt derzeit mehr als 700 Einwohnerinnen und Einwohner und hat ein reges, vielfältiges Dorfleben. Neue Firmen siedeln sich an, das Neubaugebiet muss ständig erweitert werden. Jährlich kommen mehr Touristinnen und Touristen nach Spessart. Durch die Gewerbesteuer und die Einnahmen aus der Waldwirtschaft kann Bürgermeister Frank Klapperich in das Dorf investieren. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machen ihr Dorf grüner, weisen neue Wanderwege aus und gestalten Aussichtspunkte. Für Kinder und Jugendliche wird viel geboten, auch die Seniorinnen und Senioren sind in das Dorfleben integriert. Nachbarn nennen die Spessarterinnen und Spessarter "Bokete", was so viel heißt wie bockig und stur. Der deutsche Kaiser ritt vor Jahrhunderten mit seinem Gefolge durch die Region. Die Dörfer schenkten ihm ihren Wald. Nicht so die Spessarter. Sie blieben tatsächlich bockig und stur und können daher heute von der Waldwirtschaft profitieren. "Die "SWR Landleben 4.0"-Filme sind Sendungen, die Hoffnung machen", sagt der baden- württembergische Gemeindetagspräsident Roger Kehle. Auch in Rheinland-Pfalz.