Einige der indischen Soldaten verliebten sich in Französinnen, und aus so mancher Verbindung gingen Kinder hervor. Doch die Umstände ihrer Geburt waren tabu und sie wurden häufig ausgegrenzt. Eines dieser Schicksale diente dem indischer Schriftsteller und Regisseur Vijay Singh als Inspirationsquelle für seine Dokumentation. Singh erzählt die Geschichte eines Mädchens : Ihr Vater ist ein unbekannter indischer Soldat, den ihre französische Mutter bei sich aufgenommen hatte. Im Verlauf der Reise der jungen Frau durch Frankreich, Belgien, England und Indien wird die faszinierende Geschichte jener Inder erzählt, die im Ersten Weltkrieg in Europa kämpften. Seltene Archivaufnahmen, jahrhundertealte indische Kriegsgesänge und rund 600 Briefe, in denen die Soldaten ihre Erfahrungen im fernen Frankreich beschrieben, illustrieren die Erlebnisse dieser Männer, von denen 10.000 niemals in die Heimat zurückkehrten. "Leb' wohl, mein indischer Soldat!" beleuchtet erstmals die Erfahrung von Soldaten einer ehemaligen Kolonie aus einer nichteuropäischen Perspektive.