Leben und Sterben am Ganges

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Leben und Sterben am Ganges

3sat
Mi., 04.07.
11:45 - 12:30
Eine Reise entlang des heiligen Flusses


Der Ganges ist die Lebensader für ein Siebtel der Weltbevölkerung. Der über 2600 kilometerlange Strom durchfließt große Teile Indiens und Bangladeschs und gilt als heiliger Fluss. An den Ufern liegt eines der am dichtesten bevölkerten Gebiete der Erde. Wie leben die Menschen am heiligen Wasser und in den überbevölkerten Städten? Eine Reisedokumentation zwischen idyllischen Landstrichen und chaotischen Zuständen von Varanasi bis nach Dhaka. Der Duft der Straßenküchen ist im indischen Kalkutta omnipräsent. 15 Millionen Einwohner müssen verpflegt werden. Logistisch ist das eine Meisterleistung. Tonnenweise Nahrung wird jede Nacht in die Stadt gekarrt, verarbeitet, verteilt und gegessen. Jede Minute kommen in Indien 51 Babys zur Welt. Der Bevölkerungsexplosion versucht die Regierung mit Sterilisationen entgegenzutreten. In sogenannten Sterilisations-Camps kommt es wie im Bundesstaat Uttar Pradesh immer wieder zu Zwischenfällen. In Varanasi im heiligen Fluss baden und als Toter dort verbrannt werden, ist für strenggläubige Hindus besonders erstrebenswert. Der größte Strom Indiens ist inzwischen durch Abwasser, Müll und Knochen so verschmutzt, dass nur noch ein milliardenschweres Säuberungsprogramm den Ganges heilen kann. Stromabwärts in der bengalischen 16-Millionen-Hauptstadt Dhaka ist der Verkehrskollaps ein Normalfall. Und trotzdem kommen täglich 200 neue Fahrzeuge hinzu. Ein Ende ist nicht absehbar. Korail ist der älteste und größte Slum in Dhaka. Wer es als armer Zuwanderer hierhin schafft, hat das große Los gezogen. Denn dieser Slum liegt mitten in einem wohlhabenden Quartier. Das schafft Verdienstmöglichkeiten und Chancen. Weiter stromabwärts warnen Klima-Experten nachdrücklich: 50 Millionen Menschen in Bangladesch könnten in den nächsten 30 Jahren zu Klima-Flüchtlingen werden. Zyklone, der Anstieg des Meeresspiegels, Erosion und Versalzung fressen ganze Landstriche auf.


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