Leben vom Überfluss - Tafeln für mehr Gerechtigkeit

  • Bedürftige vor einem französischen "Resto du Cœur". Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt. Vergrößern
    Bedürftige vor einem französischen "Resto du Cœur". Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt.
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  • Christine Sparr (3.v.r.) mit ihrem Team der Offenbacher Tafel. Vergrößern
    Christine Sparr (3.v.r.) mit ihrem Team der Offenbacher Tafel.
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  • Im Wartezimmer eines französischen "Resto du Cœur". Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt. Vergrößern
    Im Wartezimmer eines französischen "Resto du Cœur". Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt.
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  • Bei einem französischen "Resto du Cœur" werden Lebensmittel von Supermärkten angeliefert. Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt. Vergrößern
    Bei einem französischen "Resto du Cœur" werden Lebensmittel von Supermärkten angeliefert. Die "Restos du Cœur" - "Restaurants des Herzens" - sind eine Initiative in Frankreich, die Nahrungsmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt.
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  • Christine Sparr leitet seit 2006 die Offenbacher Tafel. Vergrößern
    Christine Sparr leitet seit 2006 die Offenbacher Tafel.
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  • Bei der Essensausgabe der Offenbacher Tafel. Vergrößern
    Bei der Essensausgabe der Offenbacher Tafel.
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Report, Reportage
Leben vom Überfluss - Tafeln für mehr Gerechtigkeit

HR
Mo., 12.11.
21:00 - 21:30


Wenn Christine Sparr das Fenster öffnet und die lange Schlange ihrer "Kunden" sieht, dann weiß sie nicht, ob sie heute alle bedienen kann. 800 Haushalte pro Woche versorgt sie. Wer kommt wohl heute? Was für Geschichten erwarten sie? Schafft sie es, dass die Lebensmittel-Ausgabe reibungslos abläuft und alle zufrieden sind? Täglich plagt sie die Frage, ob sie genügend Lebensmittel von Supermärkten zum Verteilen bekommt und für ein klein wenig mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft sorgen kann. Die Offenbacher Tafel wird von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt, 935 Tafeln versuchen deutschlandweit, unverkäufliche Lebensmittel vor dem Mülleimer zu bewahren und Menschen vor Hunger. In Frankreich verbietet ein Gesetz großen Supermarktketten, Lebensmittel wegzuwerfen, und verpflichtet sie, ablaufende Waren an Hilfsorganisationen weiterzugeben. Dieses Gesetz nutzen junge Start-up-Unternehmen, um Supermärkte und Tafeln besser miteinander zu vernetzen und die Verteilung zu professionalisieren. So bietet auch Pierre-Yves Pasquier seine digitalen und logistischen Dienste gegen Bezahlung an - und expandiert. Er hat inzwischen 35 Mitarbeiter, besucht Lebensmittelhändler und versucht, mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Sein Ziel: möglichst viele Lebensmittel möglichst schnell und professionell zu möglichst vielen Hilfsorganisationen zu bringen. In Frankreich hat ein Gesetz so eine ganz neue Branche hervorgebracht und die Anzahl der weitergereichten Lebensmittel deutlich erhöht. Die ehrenamtlichen Tafeln und "Restos du Coeur" profitieren davon genauso wie die Bedürftigen. Von solch politischer Unterstützung können die deutschen Ehrenamtlichen nur träumen und müssen weiterhin jeden Tag selber dafür sorgen, Lebensmittel für Alleinerziehende, Rentner, Arbeitslose, Geflüchtete und Arme zu beschaffen, um für ein wenig mehr Verteilungsgerechtigkeit zu kämpfen.


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