Ilana Lewitans Bilder tragen Namen wie "Spuren aus der Vergangenheit", "Das Geheimnis des Glücks liegt im Verborgenen" oder "Versuche es, flüstert der Traum". Die Münchner Malerin wählt nicht nur erzählerische Titel, ihre Werke muten selbst wie Geschichten an. Die Bilder und Objekte kommen "direkt aus ihrer Seele", sagt sie. Ilana Lewitan ist die Tochter von polnischen Holocaust-Überlebenden. Sie wurde in München geboren, studierte Innenarchitektur und Architektur und arbeitete bei dem Architekten Richard Meier in New York. Doch nach einer Weile wurde ihr bewusst, dass sie etwas anderes suchte. Schon als Kind hatte Ilana Lewitan gemalt, auch während ihrer Zeit als Architektin machte sie nebenher Illustrationen. Zurückgekehrt nach München, studierte sie Malerei. Was an ihren Bildern "jüdisch" sei? Sie wolle nicht darauf festgelegt werden, eine "jüdische Künstlerin" zu sein, sagt Ilana Lewitan. Und doch seien bestimmte Facetten ihrer Arbeit, der Humor, die Rastlosigkeit und natürlich auch die biografischen Elemente sicher ein Teil ihres jüdischen Erbes.