Leschs Kosmos

  • Der Taschentuchtest war in den 1990er Jahren ein beliebter Trick, um den Feinstaubausstoß von Autos zu überprüfen. Heutzutage scheint das Taschentuch dank moderner Partikelfilter sauber zu bleiben, doch gewaltige Mengen an Ultrafeinstaubpartikeln finden aufgrund ihrer geringen Größe den Weg am Filter vorbei - und bleiben dabei ebenfalls für das Taschentuch unsichtbar. Vergrößern
    Der Taschentuchtest war in den 1990er Jahren ein beliebter Trick, um den Feinstaubausstoß von Autos zu überprüfen. Heutzutage scheint das Taschentuch dank moderner Partikelfilter sauber zu bleiben, doch gewaltige Mengen an Ultrafeinstaubpartikeln finden aufgrund ihrer geringen Größe den Weg am Filter vorbei - und bleiben dabei ebenfalls für das Taschentuch unsichtbar.
    Fotoquelle: ZDF/Benedict Wolf, Caligari-
  • Seit Oktober 2017 überwacht Sentinel 5P im Auftrag der European Space Agency ESA die Konzentration von Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid und anderen gefährlichen Abgasausstößen in der Atmosphäre. Wissenschaftler erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse über die länderübergreifende Ausbreitung dieser Luftschadstoffe. Vergrößern
    Seit Oktober 2017 überwacht Sentinel 5P im Auftrag der European Space Agency ESA die Konzentration von Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid und anderen gefährlichen Abgasausstößen in der Atmosphäre. Wissenschaftler erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse über die länderübergreifende Ausbreitung dieser Luftschadstoffe.
    Fotoquelle: ZDF/European Space Agency ES
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    Harald Lesch vor dem Sendungslogo.
    Fotoquelle: ZDF/Lux Lotusliner
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    Prof. Harald Lesch
    Fotoquelle: ZDF
Report, Wissenschaft
Leschs Kosmos

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Mo., 10.12.
19:15 - 19:45
Feinstaub & Co: Die Wahrheit über das Risiko


Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
Dicke Luft über Deutschland. Laut Berichten soll sie die Ursache von über 35 000 Todesfällen jährlich sein. Harald Lesch zeigt, wie groß die reale Gefahr durch Luftschadstoffe ist. Die Werte von Stickstoffdioxid sind in weit über 60 Städten in Deutschland zu hoch. Verantwortlich dafür sind vor allem Dieselfahrzeuge. Es drohen Fahrverbote - werden sie die erhoffte Wirkung bringen? Panikmache oder echte Bedrohung - die Wahrheit über das Risiko. Die Diskussion um Abgas-Skandal und Diesel-Affäre lenkt die Aufmerksamkeit vor allem auf Risiken durch Stickstoffdioxid. Doch es gibt noch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe in der Luft - beispielsweise Feinstaub. Vieles deutet sogar darauf hin, dass er das viel gravierendere Problem ist: Neuesten Studien zufolge ist Stickstoffdioxid die Ursache von über 6000 vorzeitigen Todesfällen im Jahr, durch Feinstaub sollen es sogar fünf Mal mehr sein. Eine entscheidende Feinstaubquelle sind auch Benzinmotoren. Wird womöglich "die falsche Sau durchs Dorf" getrieben? Für die Risikoforschung ist erschwerend, dass die Konzentration von Feinstaub - besonders die kleinsten Partikel, der Ultrafeinstaub - in der Luft noch immer sehr schwer zu ermitteln ist. Doch gerade diese Teilchen stehen im Verdacht, besonders schädlich für unseren Körper zu sein. Sie können sich in Blutgefäßen, im Herzen oder sogar im Gehirn ablagern und im schlimmsten Fall zu Infarkten führen. Wird es bald ein neues Messverfahren geben, das auch die Konzentration von Ultrafeinstaub in der Luft präzise ermitteln kann? Bisher stehen vor allem die Städte im Ruf, ihre Bewohner mit besonders schädlicher Luft zu belasten. Wer "gute Luft" atmen möchte, fährt aufs Land. Allerdings gibt es Berechnungen, die zeigen, dass die Landwirtschaft ein besonders großer Feinstaubverursacher ist. Ein Problem der Risikoabschätzung und des Gesundheitsschutzes besteht darin, dass die Luft ein riesiger "Chemiebaukasten" ist: Durch Reaktionen von Stoffen entstehen neue - oft giftige - Verbindungen. Heute versuchen Wissenschaftler, mit dem Satelliten-Programm Sentinel-5P mehr über die "Reisewege" gefährlicher Schadstoffe zu erfahren. Wo wirken sie am stärksten, was für eine Reichweite haben sie? Und vor allem: Was kann man gegen sie tun? Harald Lesch stellt Schlagzeilen zu Risiken von Luftverschmutzung auf den Prüfstand und klärt, was Forscher tatsächlich belegen können.


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