Lieb & Teuer

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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Report, Dokumentation
Lieb & Teuer

NDR
Mo., 17.09.
06:50 - 07:20


Die norddeutsche Antiquitätenshow

Thema:

Gemälde von Franz Nechutny

Das Ölbild zeigt wahrscheinlich ein Großelternpaar aus einfachen Verhältnissen mit seiner Enkeltochter. Die Figuren werden mit Kleidung und Umgebung charakterisiert. Der Großvater hat einen Flusskrebskopf und -schwanz auf die Finger gezogen und veranstaltet ein kleines Fingerpuppentheater. Das Bild ist signiert von Franz Nechutny. Er ist in Schüttenhofen, heute Sušice, in Böhmen geboren. Seine Lebensdaten sind nicht bekannt. Zwischen 1888 und 1901 hat er in Berlin gelebt und an Ausstellungen teilgenommen.

Geige

Die Geige hat zwei Klebezettel im Inneren mit einem Hinweis auf die Firma Schuster & Co. und mit der Modellbezeichnung Stradivarius, ein Hinweis auf den Typ. Schuster & Co. ist eine Manufaktur in Markneukirchen, die viele Schülergeigen wie diese produziert hat. Das Instrument ist Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden und inzwischen so beschädigt, dass die Restaurierungskosten den eigentlichen Wert deutlich übersteigen würden.

Portaluhr

Die Uhr stammt aus Österreich. Das Gehäuse ist wie ein kleiner Tempel gestaltet. Hinter den beiden Säulen sind Spiegel eingepasst, die die Illusion von sechs Säulen in einem Rundtempel erzeugen. Oben ist die Uhr aufgesetzt. Sie hat Stunden- und Halbstundenschlag und eine Repetierfunktion. Die Uhr ist um 1820 entstanden und nicht mehr im Originalzustand.

KPM-Schale

Die Durchbruchschale in Korbform greift barocke Vorbilder auf. Füße und Griffe sind Ästen nachgebildet, der Korb hat plastischen Blütenbesatz und blaues Floral- und Insektendekor. Die Schale ist im Historismus entstanden, hat kleine Defekte und ist mit der Zepter-Marke der KPM Berlin gekennzeichnet. Der Jahresbuchstabe "u" als Pressmarke verweist auf das Herstellungsjahr 1920.

Japanische Vase

Die rote Kutani-Zylindervase kommt aus Japan. Kutani heißt übersetzt "die neun Täler". Das ist ein Ort in der Provinz Kaga, wo man die entsprechenden Rohstoffe gefunden und im 17. Und 18. Jahrhundert solches Porzellan produziert hat. Im 19. Jahrhundert wurde die Produktion wieder aufgenommen. Nachdem die Produkte 1873 auf der Weltausstellung in Wien vorgestellt wurden, entwickelten sie sich zu Verkaufsschlagern. Auf der Vase sind die sogenannten Rakan dargestellt, weise Männer, die den Menschen helfen, ein gutes Karma zu erlangen. Entstehung um 1900.



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