Lieb & Teuer

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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Report, Dokumentation
Lieb & Teuer

NDR
Mo., 26.11.
06:50 - 07:20


Nach vorheriger Anmeldung können Zuschauer hier ihre Familienerbstücke und womöglich wertvollen Flohmarktfunde von Experten beurteilen und in ihrem ungefähren Wert einordnen lassen.

Thema:

Teeservice

Das Steingutservice ist für zehn Personen gedacht. Neben Tassen, Untertassen, Kannen und Zuckertopf enthält es auch eine Kumme. Diese Schüssel war fürs Spülwasser für die Teetassen gedacht. Denn bevor die nächste Tasse Tee eingeschenkt wurde, hat man den Teebelag ausgespült. Die Serviceteile sind mit unterschiedlichen Mutter-Kind-Motiven im Empirestil geschmückt. Es sind Druckdekore, die wie Abziehbilder aufgetragen und noch einmal gebrannt wurden. Diese Technik wurde in England entwickelt, das Service wurde im Raum Staffordshire um 1820/1830 seriell hergestellt.

Cello

Das Instrument kommt aus dem südosteuropäischen Raum. Der eingeklebte Zettel besagt, dass Natale Carletti das Cello gebaut haben soll. Das Instrument ist von der Stilistik her nicht Italien zuzuordnen. Der Zettel wurde wohl mit der Absicht angebracht, einen falschen Eindruck zu erzeugen. Einige Altersspuren sind künstlich erzeugt worden. Wahrscheinlich ist das Cello erst nach der Zeit Carlettis entstanden. Dennoch ist das Instrument nicht überteuert gekauft worden.

Grafiken von HAP Grieshaber

Die Grafikmappe beinhaltet acht Blätter und wurde 1977 von der Büchergilde Gutenberg herausgegeben. Der Künstler HAP Grieshaber (1909 - 1981) gehört zu den bekanntesten Grafikern der Nachkriegszeit. Die Mappe war seinem Freund, dem Grafiker und Museumsdirektor Willem Sandberg, zum 80. Geburtstag gewidmet. Die Motive sind religiös motiviert und erinnern an Stationen aus dem Leben Christi. Es handelt sich um Korkdrucke in Rot, Blau und Grün auf weißem Karton. Die Auflage bestand aus 130 signierten Exemplaren plus 30 Künstlerexemplare, über die HAP Grieshaber selbst verfügen konnte.

Ikone Christus Pantokrator

Die ungewöhnlich große russische Ikone zeigt Christus als Weltenherrscher. Stilistisch ist sie vom Westen beeinflusst, was sich an der Zentralperspektive und der dreidimensionalen plastischen Wirkung zeigt. Auf der Rückseite ist ein Siegel angebracht, daneben gibt es einen Besitzervermerk in kyrillischen Buchstaben, der übersetzt heißt: "Kommandant der Brigade in Berlin Admiral Cicagov". Dies war ein russischer Militärangehöriger, der die Ikone wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg in seinem Gepäck hatte.

Federhalter in Schatulle

Das Schreibgerät wurde von Queen Victoria (1819 - 1901) an ihre ehemalige Erzieherin und Beraterin Louise Lehzen (1784 - 1870) verschenkt und ist im Besitz der Nachfahren. Es stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der Schaft ist aus schwarzem Onyx, in dem Blüten aus Perlmutt und Goldfäden eingelassen sind, die Federhalterung ist aus Gold und mit kleinen Türkisen besetzt. Wegen der Nähe zu Queen Victoria erfährt das Stück eine Aufwertung, die in einer Auktion den Preis in die Höhe treiben würde.



Werbepause? Zeit für Spielchen!

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