Lieb & Teuer

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Fotoquelle: NDR Presse und Information
Report, Dokumentation
Lieb & Teuer

NDR
Mo., 15.04.
06:50 - 07:20


Nach vorheriger Anmeldung können Zuschauer hier ihre Familienerbstücke und womöglich wertvollen Flohmarktfunde von Experten beurteilen und in ihrem ungefähren Wert einordnen lassen.

Thema:

Spindeluhr

Die Taschenuhr ist etwas kleiner als gewöhnlich und am Rand mit Orientperlen besetzt. Dennoch handelt es sich um eine Herrenuhr, die zur Zeit Napoleons I. zwischen 1800 und 1815 entstanden ist. Eine Prunkuhr der Luxusklasse für die Westentasche. Das Zifferblatt hat eine Emaille-Malerei mit der Ansicht einer Speicherstadt, das Gehäuse ist aus 18 Karat Gold. Auf der Platine befindet sich die Signatur "Breguet a Paris" und die Seriennummer 277. Da sie aber nur ein Standarduhrwerk hat, ist die Gravur als Verkaufshilfe anzusehen.

Zwei Girandolen

Die beiden großen, mehrarmigen Silberleuchter haben eine sehr bewegte, ausladende Form. Sie sind im Rokokostil gearbeitet. Die Punzen zeigen ein Rad mit Flammen, das Firmenzeichen von Körner & Proll aus Berlin. Eine weitere Punze legt die Vermutung nahe, dass die Leuchter über die Firma Friedländer in Berlin verkauft worden sind. Die Silberpunze 800 kam erst nach 1888 zum Einsatz. Das besagt, dass die beiden Leuchter später entstanden sind, wohl um 1895/1900.

Zwei kleine Ikonen

Die beiden Stücke gehören von der äußeren Erscheinung her zusammen. Sie sind auf Goldgrund in einer vertieften Fläche in sogenannter Feinmalerei ausgeführt. Die Themen behandeln zwei Festtage. Zum einen die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor: Christus erscheint Elias und Moses in einer Lichtaureole in Gegenwart von drei Aposteln. Die andere Ikone zeigt das Entschlafen der Gottesmutter. Sie ist zwischen den Aposteln aufgebahrt, in einer Strahlenmandorla hat Christus ein kleines Kind auf dem Arm, das die Seele der Gottesmutter symbolisiert. Wahrscheinlich stammen die beiden Ikonen aus einem Festtagszyklus, der vollständig aus zwölf Tafeln bestanden hat.
Entstehung 19. Jahrhundert.

Zwei Schiffsporträts

Die beiden Kapitänsbilder sind signiert und datiert, was in diesem Genre eher selten ist. Der Maler Antonio Jacobsen (1850 - 1921) hat in Dänemark die Königliche Akademie besucht und ist 1873 nach New York ausgewandert. Eigentlich war er dort als Musiker angekommen und hat seine Bilder teilweise für fünf Dollar im Hafen verkauft. Die beiden Ölgemälde zeigen das Passagierschiff "Pennland", datiert 1887, und die "Westerland" von der Reederei Red Star Line. Es sind mehrere Tausend Gemälde von Jacobsen bekannt. Teilweise hat er sehr hohe Zuschläge im Auktionshandel erzielt.

Porzellanfigur "Eifersucht"

Die weiße Porzellanfigur mit Goldmalerei ist in der Manufaktur Lorenz Hutschenreuther entstanden. Eine junge nackte Frau wird von zwei Bären bedrängt. Der Entwurf mit dem Titel: "Eifersucht" stammt aus den 1930er-Jahren von Karl Tutter (1883 - 1969). Die Figur war sehr beliebt und ist bis in die 1960er-Jahre produziert worden. Dieses Exemplar ist aus der Vorkriegsproduktion.



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