Als Ben und George heiraten, ist das ein festliches und freudiges Ereignis: Nach fast vierzig gemeinsamen Jahren ist es ihnen endlich vergönnt, sich offiziell das Jawort zu geben, weil die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren in New York legalisiert wurde. Sie feiern ausgelassen mit Familie und Freunden. Doch kaum von der Hochzeitsreise zurück, bekommen sie eine niederschmetternde Nachricht: George wird von der katholischen Schule, an der er als Musiklehrer gearbeitet hat, fristlos entlassen. Die Lehrer und die Schüler der Schule wussten zwar, dass er in einer Männerbeziehung lebt, doch der nun offizielle Status seiner Beziehung ist dem Bischof und der Erzdiözese ein Dorn im Auge. Ohne Georges festes Gehalt, nur mit Bens Rente, können sie sich ihre teure Wohnung in Chelsea nicht mehr leisten. Ausserhalb Manhattans können sich die beiden eingefleischten New Yorker nicht vorstellen zu leben. Deshalb bitten sie Familie und Freunde, sie vorübergehend aufzunehmen, bis George wieder eine Arbeit hat und sie eine neue, günstigere Wohnung gefunden haben. George kommt bei einem benachbarten schwulen Paar unter, Ben wird von der Familie seines Neffen in Brooklyn aufgenommen. Für den ruhigen George, der gerne Chopin hört und viel Zeit für sich braucht, ist es nicht einfach, sich mit seinen partyfreudigen Gastgebern zu arrangieren. Währenddessen stört Ben ganz offensichtlich das delikate Gleichgewicht der Kleinfamilie seines Neffen . Er schläft im Kajütenbett von dessen Teenager-Sohn Joey , der bald schon seine Privatsphäre vermisst und so einige Geheimnisse vor seinen Eltern hat. Und die Beziehung der Eltern wird durch Bens Anwesenheit noch mehr strapaziert, als sie es eh schon ist. In ihren Zweckgemeinschaften, zum ersten Mal seit langer Zeit räumlich getrennt voneinander, kämpfen Ben und George gegen ihre Zukunftsängste. Nur dank ihrer tiefen Verbundenheit gelingt es ihnen, der Krise zu trotzen.