Erstmals seit ihrer Scheidung lässt die erfolgreiche Innenausstatterin Johanna Gruber sich wieder auf einen Mann ein. Dem späten Glück steht nichts im Weg, sogar ihre beiden erwachsenen Kinder sind angetan von dem sympathischen Rechtsanwalt Klaus , der ihre Mutter auf Händen trägt. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Plötzlich steht Walter auf der Terrasse, den sie vor 20 Jahren das letzte Mal sah. Zu jener Zeit war sie bis über beide Ohren in den Literaturprofessor verliebt und wollte ihm in die USA folgen. Sie war jedoch mit ihrer Tochter Marie schwanger und entschied sich aus Vernunftgründen für ihren damaligen Gatten. Das überraschende Wiedersehen mit Walter ruft vergessen geglaubte Gefühle wieder wach - die sie vor dem verdutzten Klaus, so gut es geht, zu verbergen versucht. Obwohl es klüger wäre, Walter nicht wiederzusehen, verbringt sie eine Nacht mit ihm, was die prekäre Lage nicht gerade vereinfacht. In dieser aufgewühlten Situation berichtet ihre Tochter Marie , dass sie sich Hals über Kopf in einen gewissen Tom verliebt habe, der mit seinem Vater aus den Vereinigten Staaten zu Besuch ist. In Johannas Kopf beginnt es zu rattern: Sind Marie und Tom vielleicht Halbgeschwister? Falls ja, wie soll sie das ihrer Tochter beibringen? Als ihr Sohn Max seiner Mutter mit zitternder Stimme gesteht, er sei homosexuell, ist das für Johanna das geringste Problem.