Im Sommer 1945 treten die fünf Kinder eines geflohenen Nazi-Ehepaars zu Fuß den rund 900 Kilometer langen Weg zu ihrer Großmutter nach Norddeutschland an. Die 16-jährige Lore ist die Älteste und entdeckt auf der traumatisierenden Reise durch das Land die dunklen Seiten ihres Vaters. - Beim Filmfestival von Locarno 2012 gewann der Film den Publikumspreis. Als das Kriegsende bevorsteht, flüchtet ein ranghohes Nazi-Ehepaar mit seinen fünf Kindern in eine Berghütte. Um der Verhaftung zu entgehen, lassen die Eltern die Kinder unter Obhut der Ältesten, Hannelore, zurück. Allein versuchen die Geschwister zum Bahnhof zu gelangen, um zur Großmutter nach Norddeutschland zu reisen. Doch es fahren keine Züge mehr - zu Fuß machen sie sich auf die Reise. Auf ihrem Weg lauscht Lore den durch die Alliierten aufgedeckten Berichten über die deutschen KZs. Auf einem Foto erkennt sie ihren Vater, und mit schmerzlicher Gewissheit wird ihr klar, was er - für Lore stets ein Held - getan hat. Ein junger Mann folgt ihnen. Als die Kinder von einem amerikanischen Konvoi kontrolliert werden, ist der Fremde - Thomas - plötzlich zur Stelle und verbürgt sich mit einem jüdischen Pass für die Geschwister. Sie setzen den Weg gemeinsam fort. Trotz Lores Aversionen entwickelt sich zwischen ihnen eine zaghafte Liebesgeschichte. Um einen Fluss zu überqueren, will sich Lore einem Fährmann anbieten. Thomas kommt hinzu und erschlägt den Mann. Lore ist so schockiert, dass sie sich das Leben nehmen will, was Thomas verhindert. Im Wald wird Lores fünfjähriger Bruder von alliierten Soldaten erschossen. Endlich im Zug, erfolgt eine Passkontrolle. Thomas glaubt, seinen Pass verloren zu haben und verschwindet. Als Lores Bruder Thomas' Papiere hervorholt, versteht sie, dass Thomas eine falsche Identität angenommen hatte. Bei der Großmutter angekommen, kann Lore nicht vergessen, was sie gesehen hat. In einem Akt der Verzweiflung bricht sie mit ihrer Kindheit in Nazi-Deutschland.