Louise, eine alte Dame, genießt am Meer von Bilingen die letzten Sonnenstunden eines sich dem Ende neigenden Sommers. Dann ist es so weit: Die Taschen sind gepackt und Louise auf dem Weg zur Bahnstation des kleinen Örtchens. Doch als sie dort ankommt, ist der Zug bereits abgefahren - und mit ihm alle anderen. Die Stadt ist wie ausgestorben, menschenleer. Erschöpft kehrt Louise in ihre Wohnung zurück. In der Nacht verwandelt sich das Urlaubsparadies in einen den Gezeiten ausgesetzten Alptraum. Das Meerwasser fließt erbarmungslos durch die Gassen und der Wind heult gespenstisch durch die Fensterläden. Louise liegt schutzsuchend in ihrem Bett und versteckt sich vor dem Unwetter. Am nächsten Morgen ist es ruhig. Die Gestrandete beschließt deshalb, weiterhin zu bleiben - und das Abenteuer, das auf sie wartet, zu beginnen. Sie baut ihr eigenes kleines Reich am Wasser, duscht nackt vor den leerstehenden Hotels und bricht in zurückgelassene Kaufhäuser ein. All ihre Erlebnisse dokumentiert sie in einem Tagebuch. Plötzlich trifft sie auf einen alten Hund, der genau wie sie auf der Suche nach einem Weggefährten ist. Louise erzählt ihm von ihrer Vergangenheit, ihrer Kindheit und ihrer Liebe ...