Made in Norddeutschland

Hochofenarbeiter der Salzgitterwerke bei der Probenentnahme. Vergrößern
Hochofenarbeiter der Salzgitterwerke bei der Probenentnahme.
Fotoquelle: NDR/doc.station/Manfred Uhlig
Report, Wirtschaft und Konsum
Made in Norddeutschland

NDR
Sa., 08.12.
12:45 - 13:30
Salzgitter AG - Die Stahlkocher aus Niedersachsen


Bei höllischen Temperaturen von 1.700 Grad schießt das Roheisen aus dem Hochofen. Ein gefährlicher Moment für die Arbeiter, die in ihren silbrig glänzenden Schutzanzügen wie Astronauten aussehen. Sie wissen, dass ein falscher Schritt in die glühende Abstichrinne lebensgefährlich ist. Noch gibt es sie, die Hochofenarbeiter in Norddeutschland. Allen Stahlkrisen zum Trotz konnte sich die Salzgitter AG als Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern behaupten. Acht Millionen Tonnen Roheisen werden hier produziert, rund 10.000 Menschen arbeiten an den Standorten Salzgitter, Peine und Ilsenburg. Die Frage ist, wie lange noch, denn der Konzern steht unter Druck: Anbieter aus Fernost und Südeuropa drängen auf den deutschen Markt. Gegründet wurde das Riesenstahlwerk mit dem Standort Salzgitter 1937 von Hermann Göring. Die Nationalsozialisten planten für den nächsten Krieg und wollten von Stahllieferungen aus dem Ausland unabhängig werden. Als deutsche Arbeiter in den Krieg zogen, wurden sie von ausländischen Zwangsarbeitern, später von KZ-Häftlingen, ersetzt. Mindestens 3.000 von ihnen kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ums Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte das Werk demontiert werden. Doch Proteste der Arbeiter und Interventionen der Politik bei den englischen Besatzern konnten die Stilllegung verhindern. Mithilfe von historischen Filmen, Fotos und Zeitzeugen folgt die Dokumentation den Spuren einer spannenden norddeutschen Wirtschaftsgeschichte. Der Film begleitet die Hochofenarbeiter Daniel und Thomas Pichel, ein Zwillingspaar, das in dritter Generation im Werk arbeitet. Das Kamerateam beobachtet einen Chefverkäufer, der den Stahl gegen harte Konkurrenz auf den Markt bringen muss. Und es ist dabei, wenn der Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann bei den Analysten in Frankfurt zum Rapport antritt. Sein Ziel: Die Börse soll wieder an die Zukunft von Stahl aus Norddeutschland glauben.


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