Mächtige Täter, hilflose Opfer? - Was tun bei Hetze im Netz

  • Die Facebook-Gruppe "#ichbinhier" stemmt sich gegen Hass im Netz. Vergrößern
    Die Facebook-Gruppe "#ichbinhier" stemmt sich gegen Hass im Netz.
    Fotoquelle: ZDF/Chris Koytek
  • Beispiele für Hass und Hetze in sozialen Netzwerken. Vergrößern
    Beispiele für Hass und Hetze in sozialen Netzwerken.
    Fotoquelle: ZDF/Chris Koytek
  • Ein harmloses Werbefoto mit fatalen Folgen: Regina Lahm und Philipp Awounou wurden Opfer eines Shitstorms. Vergrößern
    Ein harmloses Werbefoto mit fatalen Folgen: Regina Lahm und Philipp Awounou wurden Opfer eines Shitstorms.
    Fotoquelle: ZDF/Chris Koytek
Report, Dokumentation
Mächtige Täter, hilflose Opfer? - Was tun bei Hetze im Netz

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Fr., 02.11.
13:00 - 13:30


Beschimpfen, beleidigen, bedrohen: Im Internet lassen sich Lügen und Drohungen mit einem Klick einfach verbreiten. Was einmal im Netz steht, ist schwer zu löschen, die Opfer sind hilflos. Die Folgen können dramatisch sein, von Selbstmord bis zu Gewalt in der realen Welt. Die Strafverfolgung im weltweiten Netz ist jedoch äußerst mühsam. Gesellschaft und Politik reagieren - doch schützen schärfere Gesetze wirklich? Die sozialen Netzwerke sind voller Beleidigungen. In einem Fall fielen Worte wie "Schwuchtel" und "Homo", daneben pornografische Fotos. Monatelang wurde der 13-jährige Junge Keanu-Joël Horn auf diese Weise im Netz beschimpft, von Klassenkameraden gemobbt. Er hatte keine Designerkleidung und wog ein paar Kilo zu viel. Der Junge hielt die ständigen Angriffe im Netz schließlich nicht mehr aus und nahm sich das Leben. Seine Mutter will erreichen, dass sich nicht wiederholt, was ihrem Sohn zugestoßen ist. Sie engagiert sich für eine Gesetzesänderung in Österreich, um die Täter nicht davonkommen zu lassen. Der Fall von Keanu-Joël zeigt, wie gnadenlos Menschen im Internet agieren. In der Anonymität lässt es sich leicht mit dem Finger auf andere zeigen, können Lügen schnell verbreitet und mit einem "Like" unterstützt werden. Treffen kann es jeden. Viele Politiker und Prominente erleben täglich, wie aggressiv die sogenannten "Hater" mit ihrem Hass agieren. Vom dummen Witz zur strafbaren Handlung ist es dabei oft nicht mehr weit. Immer mehr Täter trauen sich mittlerweile, ihre Äußerungen offen unter ihrem Klarnamen zu verbreiten. Viele sehen sich als politische Aufklärer und fühlen sich als "Wahrheitspfleger", dabei verbreiten sie "Fake News", Hass und Hetze. Die "ZDFzoom"-Autoren sprechen in der Dokumentation mit Opfern, Tätern und Experten und gehen den Möglichkeiten einer Strafverfolgung nach. Ihr Fazit: Man ist nicht machtlos gegen den Hass im Netz. Mehr Infos unter www.zoom.zdf.de


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