Kommerzielle und künstlerische Erfolge wie Michael Manns "Collateral", wie "I, Robot" von Alex Proyas und wie die "Matrix"-Trilogie der Wachowski-Brüder wären nicht vorstellbar ohne den Einfluss des Film noir im Hollywoodkino der 40er- und 50er-Jahre. Den Begriff Film noir haben französische Kritiker und Jung-Regisseure wie Claude Chabrol geprägt. Sie meinten damit die "genrelosen" Filme, die vor allem von europäischen Regisseuren gedreht wurden, die durch die Schule des filmischen Expressionismus gegangen waren und dann den Hollywoodfilmen einen neuen Touch gaben. Seine amerikanischen (Anti-)Helden wurden durch dieses Genre zu Stars. Und heute feiert es in den Neo-Noir-Filmen eines Michael Mann oder Curtis Hanson seine Wiederauferstehung. Der Münchner Filmemacher Eckhart Schmidt befragte für sein Porträt dieser effektvollen Mischung aus Thrill, Melodrama und Suspense einige der wichtigsten Persönlichkeiten, die vor und hinter der Kamera Film-noir-Geschichte geschrieben haben. Zu Wort kommen u. a. die Femme fatale Jane Russell und die Regisseure Richard Fleischer und Robert Wise als Vertreter des klassischen Film noir, die Regisseure Michael Mann und Curtis Hanson und die Schauspielerin Jennifer Tilly als Repräsentanten des Neo-Noir-Films und der Autor Alain Silver als ausgewiesene Kenner dieser vielschichtigen Filmrichtung.