Bei der Aufklärung einer rätselhaften Serie von Selbstmorden hat Peter (Jon Øigarden) einigen Staub aufgewirbelt. Die Entführung seines Neffen Andreas (Alexander T. Rosseland) soll ihn von weiteren Recherchen abhalten. Mit seiner Schwägerin Eva (Ingjerd Egeberg) begibt der Reporter sich auf die Suche nach dem Jungen. Dabei stößt er auf ein Geheimnis, das er lieber nicht gelüftet hätte: Sein verstorbener Bruder Daniel (Anders T. Andersen) führte ein Doppelleben. Unter seiner Führung schworen Größen aus Politik, Wirtschaft und Justiz sich mörderische Treue. Wer aussteigen will, muss damit rechnen, dass seine Kinder grausam sterben: Eine Psychohölle. Nur durch Suizid können die Mitglieder diesen elitären Zirkel wieder verlassen. Welche Ziele verfolgt die Geheimorganisation? Bevor die Computerspezialistin Vibeke Haglund (Lena Kristin Ellingsen) der Sache auf den Grund gehen kann, wird auch sie ausgeschaltet. Die Polizei hält Peter für ihren Mörder und fahndet nach ihm. Unterdessen kommt der Reporter einem florierenden Insiderhandel mit Aktien auf die Spur, den sein Bruder geschickt eingefädelt hat. Peter ist überrascht: Ging es tatsächlich nur um Bereicherung, um schnöden Mammon? Der nordische Thriller spannt einen überraschenden Bogen von der New Economy bis zum Alten Testament. Die Brüder Vegard S. Eriksen und Gjermund S. Eriksen ersannen eine fesselnde Geschichte um Schuld und Sühne - und um eine gespenstische Form von religiösem Eifer. Inszeniert wurde das Drama um männliche Hybris von einer Frau: Cecilie Mosli, die durch den norwegischen Arthouse-Hit "Elling" als Darstellerin bekannt wurde, gelingt die perfekte Balance zwischen atemloser Hatz und gemütlichen Blicken in geschmackvolle Interieurs.