Der 33-jährige Marko Hollerer hat einen Pilotenschein. Doch er träumt davon, Pilot eines Zeppelins zu werden. Einzige Ausbildungsmöglichkeit ist die Zeppelin-Werft in Friedrichshafen. So packt er mit Freundin Bettina die Koffer und zieht von der Steiermark an den Bodensee. Zwei Jahre Boden-Crew, neunzig Stunden Theorie, zahlreiche Flugstunden, neue Prüfungen - das schreckt ihn nicht ab. Die schiere Größe fasziniert ihn. Das 75 Meter lange Luftschiff wird aus dem Hangar herausgezogen und mit dem Mastfahrzeug aufs Flugfeld manövriert. Besonders für Wind ist der riesige Zeppelin anfällig. Wenige Minuten später löst sich der Bug vom Mast. Das Luftschiff hebt über den Bodensee ab. "Es geht hier weniger um die Strecke von A nach B. Es geht hier wirklich ums Fliegen", meint Hollerer. Das Luftschiff ist aber kein Flugzeug. Daher muss er viel Neues lernen, vor allem Technik. Seine Ausbilderin ist die einzige fliegende Zeppelinpilotin von 15 aktiven Zeppelinpiloten, die es weltweit gibt. Und in Friedrichshafen sitzt der einzige, der die praktische Flugprüfung abnehmen darf - Fritz Günther. Die Prüfung steht kurz bevor. Erst nach Bestehen darf Marko Hollerer Fluggäste mitnehmen. Viel Aufwand für ihn, um seinen Traum zu leben.